|
|
 |
 |
 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Bildergalerie
|
|
|
|
|
 |
 |
|
|
 |
Berlin, 17. September 2009 – Traditionell eröffnet die Bundeskanzlerin die IAA in Frankfurt. So auch dieses Jahr, in dem auf der Messe unzählige Elektro- und Hybridautos um die Gunst der Besucher buhlen. Kein Wunder, dass Angela Merkel schon im Vorfeld forderte, die deutschen Hersteller müssten „das Auto fast wieder neu erfinden“ und Deutschland eine führende Rolle bei der Batterieentwicklung spielen.
Sieben Millionen Elektroautos im Jahr 2020
Wie das konkret funktionieren soll, zeigt eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Diese prognostiziert in Abhängigkeit von der Entwicklung des Ölpreises und der Klimaschutzbemühungen, dass im Jahr 2020 weltweit bis zu sieben Millionen Elektrofahrzeuge inklusive Plug-in-Hybride und 18 Millionen Hybridautos verkauft werden. Das entspräche 33 Prozent des wahrscheinlichen Gesamtmarktvolumens von 77 Millionen Fahrzeugen. Unter dem Strich kommt heraus: Sofern die Marktanteile der deutschen Hersteller gleich bleiben, könnten diese 85 Milliarden Euro verdienen. Auch für die Zuliefererindustrie wären mehr Geld und damit neue Arbeitsplätze drin. Dem gegenüber stehen weniger Autos mit Verbrennungsmotor und ein möglicher Stellenabbau. Höchste Zeit also, zu handeln.
5.000 Euro als Kaufanreiz?
Bereits vor einiger Zeit hatte die Bundesregierung in einem "Nationalen Entwicklungsplan" als Ziel verankert, bis 2020 rund eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen. Jetzt wird dargestellt, wie man dorthin kommen will. Die erste Phase nennt sich die Marktaktivierung und soll zwischen 2012 und 2014 stattfinden. Ziel ist der Absatz von 30.000 Fahrzeugen pro Jahr. Hier gilt es, die Autofahrer für den Elektroantrieb zu begeistern, um eine Nachfrage zu schaffen und damit das Interesse der Hersteller aufrechtzuerhalten. Als Kaufanreiz schlägt die Studie eine Förderung von 3.000 bis 5.000 Euro pro Fahrzeug vor, weil auch 2012 die Einkaufspreise für die Batterien noch bei rund 10.000 Euro liegen werden. Damit würde Deutschland dem Vorbild vieler Länder folgen: Allein in Europa haben schon 17 Staaten eine ähnliche Förderung beschlossen. Die Prämie bekämen die ersten 100.000 Käufer, eine Fortsetzung mit reduziertem Fördersatz wäre 2014 zu prüfen. Finanziell müsste der Bund dafür weniger als 500 Millionen Euro hinlegen. Zum Vergleich: Die Abwrackprämie kostete 1,5 Milliarden Euro.
|
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
|