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Brüssel (Belgien), 19. Dezember 2007 – Der Kraftfahrzeugverbrauch macht derzeit nur etwa zwölf Prozent der CO2-Emissionen in der Europäischen Union aus. Dennoch soll diese Zahl künftig deutlich reduziert werden. Die Europäische Kommission legt dazu soeben einen veränderten Gesetzentwurf für CO2-Grenzwerte bei Pkw vor. Allerdings besteht hinsichtlich des Themas Uneinigkeit unter den insgesamt 27 EU-Kommissaren. Zudem muß der Entwurf noch vom EU-Parlament und dem Ministerrat verabschiedet werden, bevor er in Kraft treten kann.
Anhebung des Grenzwertes
Der Entwurf sieht vor, den Grenzwert für die durchschnittlichen CO2-Emissionen von Neuwagen in der EU von derzeit 160 Gramm auf 130 Gramm pro Kilometer im Jahr 2012 zu senken. Bislang war als Obergrenze der Wert von 120 Gramm im Gespräch, diese Zahl wird nun lediglich im Rahmen eines undefinierten „gemeinsamen Ansatzes“ genannt. Mittels der 130-Gramm-Grenze sollen die CO2-Emissionen um 19 Prozent reduziert werden und die EU künftig zu den Spitzenreitern bei verbrauchsarmen Fahrzeugen gehören.
Kurve für den CO2-Ausstoß
Auf der Basis des Entwurfs soll eine Grenzwert-Kurve für den CO2-Ausstoß entworfen werden. Einbezogen wird hierbei auch das Gewicht der einzelnen Fahrzeuge. Die Kurve wird so gesetzt, dass das Flottenziel von 130 Gramm CO2 erreicht werden könne, so die Verfasser des Entwurfs. Die Automobil-Hersteller müssten gewährleisten, dass die gemessenen Durchschnittsemissionen der gesamten Fahrzeugflotte unter dem gesetzten Limit liegt. In der Folge müssen schwere Fahrzeuge stärker angepasst werden als kleine Autos, die schon heute die kommenden Grenzwerte erfüllen.
130 Gramm als Grenzwert ab 2012
Entscheidend ist, dass die Gesamtflotten-Emissionen ab 2012 nicht über 130 Gramm pro Kilometer liegen. Der Fortschritt der Hersteller soll jedes Jahr von den Mitgliedsstaaten auf Basis der Daten von neu zugelassenen Fahrzeugen kontrolliert werden.
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