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Extreme Lösungen für einen extremen Supersportwagen Aston Martin Valkyrie: Neue Enthüllungen

Gaydon (Großbritannien), 12. Juli 2017
Formel-1-Gefühle für zwei normal gewachsene Mitteleuropäer: So könnte man die Eckdaten des Aston Martin Valkyrie bezeichnen. Inzwischen ist die "Walküre" weiter fortgeschritten und bis auf Details schon fertig. Allerdings schweigen sich Aston Martin, Red Bull Advanced Technologies und der Projektpartner AF Racing zum Antrieb des Supersportwagens noch aus.

Starke Formel-1-Einflüsse
Im Zentrum der Karosserieentwicklung standen die Punkte Aerodynamik und Leichtbau. Dabei federführend: Adrian Newey, Leiter der Designabteilung bei "Red Bull Advanced Technologies" und Schöpfer von zehn Weltmeister-Wagen der Formel 1. Auffallend ist das minimalistische Cockpit, in dem zwei Personen Platz finden. Sitze im klassischen Sinne gibt es nicht, man platziert sich in zwei Schalen, die Bestandteil des Kohlefaser-Innenraums sind. Entlang der Cockpitseiten befindet sich je ein sogenannter "Venturi-Tunnel", mit deren Hilfe Unmengen an Luft zum Diffusor am Heck geleitet werden. Als Resultat soll der Valkyrie außerordentlich viel Abtrieb liefern. Um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern, ist das Lenkrad wie im Rennsport abnehmbar.

Kameras statt Außenspiegel
Ansonsten wird Funktionalität der Aerodynamik untergeordnet. Es gibt keine klassischen Außenspiegel, sondern Kameras, die ihre Bilder auf jeweils ein Display in der A-Säule übertragen. Bedingt durch den großen Lufteinlass des Motors auf dem Dach gibt es keine Heckscheibe, weshalb ein Innenspiegel entfällt. Eine der größten Veränderungen gegenüber dem letzten Valkyrie-Zwischenstand sind die Öffnungen in der Karosserie zwischen dem Cockpit und den vorderen Radhäusern. Sie sorgen für mehr Anpressdruck im Frontbereich des Wagens. Als Bonus haben die Insassen einen freien Blick auf die Aufhängung der Vorderräder.

Maximaler Leichtbau
Neben dem zu 95 Prozent fertiggestellten Fahrzeugdesign sorgt der Kampf um jedes Gramm für Aufsehen. Aston Martin verdeutlicht das anhand zweier Beispiele. Die aufs Wesentliche reduzierten Scheinwerfer sind 30 bis 40 Prozent leichter als die leichtesten Serienlampen der Marke. Besonders irre ist die Herstellung des Firmenlogos für die Nase des Valkyrie. Es handelt sich um ein chemisch geätztes Aluminium-Emblem, welches nur 70 Mikrometer dick ist und damit 30 Prozent dünner als ein menschliches Haar. Gleichzeitig ist es 99,4 Prozent leichter als das konventionelle Emblem. Im Jahr 2018 sollen die ersten Serienfahrzeuge des Valkyrie ausgeliefert werden, maximal wird es 150 Exemplare geben.
(rh)

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