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Porsche 911, Audi R8 und Mercedes-AMG GT im Visier Komplett neu: Aston Martin Vantage

Gaydon (UK), 21. November 2017
Der Aston Martin Vantage ist das erfolgreichste Modell in der modernen Geschichte des britischen Autobauers. Die aktuelle Generation des Wagens ist zwar immer noch schön und schnell, da sie aber bereits 2005 auf den Markt kam, ist sie ein wenig in die Jahre gekommen. Deshalb hat Aston Martin sein Einstiegsmodell neu aufgelegt. Vorhang auf für den neuen Vantage.

Mehr optische Unterschiede
Der neue Vantage verwendet eine um 100 Millimeter verkürzte Version der DB11-Plattform. So konnten viele Komponenten des großen Bruders auch beim Einstiegs-Aston zum Einsatz kommen. Eine gewisse optische Ähnlichkeit ist ebenfalls zu erkennen, aber die soll sich künftig in Grenzen halten. Laut Hersteller unterscheiden sich die neuen Modellreihen stärker voneinander. Und zwar nicht nur dann, wenn der Vantage zu Präsentationszwecken in einem grellen Tennisballgelb lackiert wurde.

Neue Front, neues Heck
Vorbei ist die Zeit des traditionellen Aston-Martin-Kühlergrills. Er wurde beim Vantage durch eine schnittigere, offenere, breitere und herabgesetzte Version ersetzt. Es gibt eine neue LED-Scheinwerfergrafik für den Tagbetrieb. Am Heck spendierte Aston einen riesigen Diffusor, der mit einem dünnen Lichtband kombiniert ist. Letzteres wickelt sich um den gesamten hochgezogenen Kofferraumdeckel. Der Kofferraum selbst bleibt im Fließheck-Stil und bietet 350 Liter Gepäck Platz.

Mehr Qualität, Luxus und Komfort?
Innen behält der Vantage seine Zweisitzeranordnung bei. Einen großen Schritt nach vorne will Aston Martin in Sachen Qualität, Luxus und Komfort gemacht haben. Als Fan des alten Wagens könnte man zwar das Wegfallen der klassischen Handbremse zwischen der Tür und dem Fahrersitz bemängeln, aber dafür sieht das Interieur auf den ersten Blick deutlich moderner und auch ergonomischer aus. Dazu gesellen sich Features wie beheizte Sitze, USB-Anschlüsse und ein neues Infotainment-System.

510 PS und 685 Newtonmeter Drehmoment
Der Markenname, eine schicke Optik und ein neues Interieur alleine reichen aber schon lange nicht mehr aus, um gegen Konkurrenten wie den Audi R8, den Porsche 911 oder den Mercedes-AMG GT zu bestehen. Deshalb steckt Aston Martin einen 4,0-Liter-V8 mit zwei Turboladern, 510 PS und 685 Newtonmeter unter die Haube. Das Aggregat stammt von AMG. Es ist mit einer Achtgang-Automatik gekoppelt, die die Kraft an die Hinterräder des 1.530 Kilogramm schweren Wagens weitergibt. 0-100 km/h gelingt in 3,7 Sekunden (1,2 Sekunden schneller als beim Vorgänger), die Höchstgeschwindigkeit gibt der britische Hersteller mit 314 km/h an. Von den Zahlen her kann der Neuzugang also schon einmal gut mit der Konkurrenz mithalten.

Markteinführung und Preis
Wie sich der neue Vantage fahren wird, bleibt jedoch abzuwarten. Aber maßgeschneiderte Pirelli-P-Zero-Bereifung, die Fahrmodi "Sport", "Sport Plus" und "Track" sowie ein elektronisch gesteuertes Hinterachsdifferenzial lassen schon ein gewisses Fahrspaß-Potenzial erkennen. Auf den Markt kommt der Sportwagen im Sommer 2018. Einen Preis hat Aston Martin auch schon verkündet. Bisher war der Einstieg in die Vantage-Welt mindestens 112.195 Euro teuer. Angesichts der vielen Verbesserungen stieg der Basispreis aber auf 154.000 Euro.
(ml)

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