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Das Fließheck-Coupé wird ab 2018 eleganter – aber nicht größer Länge läuft: Der neue Audi A7 Sportback

Ingolstadt, 20. Oktober 2017
Bei Audi geht es Schlag auf Schlag: Nach der Premiere der Oberklassen-Limousine A8 zeigt man nun den erneuerten A7 Sportback. Kein unwichtiges Modell, schließlich soll das große Fließheck-Coupé nicht nur die neue Designsprache zeigen. Auch einen Ausblick auf den kommenden A6 vermittelt der Wagen.

Design-Brücke zum A8
Die Optik-Formel des neuen Audi A7 (der Zusatz Sportback ist mangels anderer A7-Varianten eigentlich unnötig) lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Frontpartie erinnert stark an den neuen A8, allerdings ist der markentypische Singeleframe-Grill breiter und tiefer platziert. Die Scheinwerfer sind in drei Versionen lieferbar: Ab der mittleren Variante stehen zwölf Leuchtsegmente nebeneinander und sollen Assoziationen mit den Ziffern 0 und 1 wecken. Als ultimative Leuchtlösung bietet Audi Matrix-LED-Scheinwerfer mit Laserlicht an.

Kaum gewachsen
Im Profil greift der neue A7 die Linienführung des aktuellen Modells auf. Bei den Abmessungen ändert sich kaum etwas: Die Länge von 4,97 Meter bleibt gleich, der Radstand (2,93 Meter) wächst um einen Zentimeter. Sowohl Breite als auch Höhe legen minimal um bis zu drei Millimeter zu. Allerdings verspricht Audi mehr Innenraumlänge und damit mehr Platz im Fond. Dort gibt es ab Werk eine Einzelsitzanlage respektive als Option eine Dreiersitzbank.

Disco am Hinterteil
Wenden wir uns dem Heck zu, welchem Audi die Wuchtigkeit des Vorgängers genommen hat. Integriert sind hier nicht nur ein Spoiler, der ab 120 km/h ausfährt, sondern auch ein schmales Leuchtenband, das die Rückleuchten miteinander verbindet. Beim Öffnen und Schließen laufen an beiden Enden des Fahrzeugs schnelle Licht-Animationen ab.

Pluspunkt für Golfspieler
Das Kofferraumvolumen bleibt im Vergleich zum Vorgänger unverändert: Zwischen 535 und 1.390 Liter Gepäck passen unter die große Heckklappe. Laut Audi gibt es jetzt aber auch endlich Platz genug, um zwei Golfbags quer im Kofferraum zu verstauen.

Displays überall
Das Cockpit übernimmt der A7 weitestgehend vom A8. Bedeutet: Ein 10,1-Zoll-Display im oberen Bereich der Mittelkonsole, dort steuert der Fahrer das Infotainment. Darunter befindet sich ein weiterer, 8,6 Zoll großer Touchscreen für die Klimatisierung. Die zentralen Instrumente werden auf einem 12,3-Zoll-Bildschirm angezeigt, optional liefert Audi noch ein Head-up-Display.

Vier Fahrwerke zur Wahl
Beim Fahrwerk hat der A7-Kunde die Wahl aus vier Varianten: ein konventionelles Stahlfederfahrwerk, ein Sportfahrwerk mit zehn Millimeter Tieferlegung, eine elektronisch geregelte Dämpfung und schließlich eine Luftfederung mit Niveauregulierung. Auch eine Allradlenkung steht in der Aufpreisliste: Sie schlägt bis zu einem Tempo von 60 km/h die Hinterräder in einem Winkel von fünf Grad ein. Räder stehen bis zu einer Größe von 21 Zoll mit Reifen im Format 255/35 zur Verfügung.

Selbständig einparken
Wie schon beim A8 protzt Audi auch im A7 mit Assistenzsystemen, etwa der Möglichkeit zum Rangieren in eine Parklücke ohne Anwesenheit des Fahrers. Neben diesen sogenannten AI-Systemen soll es insgesamt 39 verschiedene Fahrerassistenzsysteme geben. Übernommen wird zudem das Infotainment- und Connectivity-Angebot des A8.

Sparen durch Segeln
Alle Motoren im neuen A7 verfügen serienmäßig über ein neues Mildhybrid-System. Bei den V6-Aggregaten kommt ein 48-Volt-Bordnetz dazu. Ein Riemen-Starter-Generator arbeitet mit einer Lithium-Ionen-Batterie zusammen und soll beim Bremsen eine Rekuperationsleistung von bis zu 12 Kilowatt (gleich 16 PS) bieten. Zwischen 55 und 160 km/h ist ein Segeln mit ausgeschaltetem Motor möglich. Die Start-Stopp-Funktion wird bereits ab 22 km/h aktiv.

2018 geht es los
Zum Marktstart Ende Februar 2018 gibt es zunächst einen Motor, nämlich den A7 55 TFSI quattro S tronic. Sie haben keine Ahnung, was sich dahinter verbirgt? Keine Angst, wir dank der neuen Nomenklatur auch nicht. Audi klärt auf: Es handelt sich um einen Dreiliter-V6-Benziner mit 340 PS und 500 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Gekoppelt ist der Motor an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. In 5,3 Sekunden geht es auf Tempo 100, maximal sind 250 km/h möglich. Weitere Vier- und Sechszylinder werden als Benziner und Diesel noch folgen. Für den 55er-A7 ruft Audi einen Grundpreis von 67.800 Euro auf. Zum Vergleich: Der neue BMW 6er GT kostet als 640i xDrive 70.700 Euro.
(rh)

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