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NAIAS 2017: Der Audi Q8 Concept geht 2018 in Serie Futuristisches Riesenbaby

Detroit (USA), 9. Januar 2017
Ob A4, A5 oder Q5: Die letzten Audi-Neuheiten bestachen nicht unbedingt durch gestalterische Innovation. Doch jetzt setzt der neue Audi-Designchef Marc Lichte eine deutliche Duftmarke: Vorhang auf für das Q8 Concept. Das "Oberklasse-SUV im Coupé-Design", wie es die Ingolstädter formulieren, ist keineswegs eine bloße Spielerei. Schon 2018 kommt die Serienversion auf den Markt. Damit nicht genug: Besonders das Bedienkonzept gibt einen Ausblick auf den neuen A8.

Vom Ur-quattro bis zum Q7
Doch der Reihe nach: Mit 5,02 Meter ist der Audi Q8 Concept geringfügig kürzer als sein Technikspender und enger Verwandter, der Q7 (5,05 Meter). Beide teilen sich einen Radstand von drei Metern, indes ist der Q8 mit 2,04 Meter siebe Zentimeter breiter als der Q7. Besonders auffällig ist der achteckige Q8-Grill mit Wabengitter-Einsatz und sechs senkrechten Zierstäben. Er ist plastisch geformt und deutlich breiter als derzeitige Audi-Nasen. Die flachen und keilförmigen Scheinwerfer nutzen für Abblend- und Fernlicht Lasertechnik. Die Türen kommen ohne Scheibenrahmen, während die flache und breite C-Säule an der Ur-quattro der 1980er-Jahre erinnern soll. Gleiches gilt für die ausgestellten Radhäuser, wobei wir uns fragen, ob Walter Röhrl ein Schiff wie den Q8 für Rallyezwecke überhaupt betreten hätte. Wie dem auch sei: Audi verspricht reichlich Kopffreiheit im Fond, auch weil der Q8 nur vier Zentimeter niedriger ist als ein Q7.

Schwarze Magie
Da wir schon beim Thema "reichlich" sind: 630 Liter Gepäck sollen in den Kofferraum passen. Ein Vorgriff auch auf den kommenden A8 ist das sogenannte "Black Panel", ein schwarzes, hochglänzendes Band im Cockpit, hinter dem sich die Anzeigen und Touchscreens verbergen. Letztere kommen bei der Klimatisierung und der Lichtsteuerung zum Einsatz, um klassische Knöpfe zu vertreiben. Erkennt übrigens die Sensorik im Sitz, dass ein Beifahrer an Bord ist, wird seine Klimatisierung eingeblendet, ansonsten nicht. Mit an Bord sind außerdem eine Weiterentwicklung des 12,3 Zoll großen virtuellen Cockpits und ein Head-up-Display, das Informationen scheinbar in der realen Umwelt platziert.

Hybrid unter der Haube
Beim Antrieb wird die Zielrichtung des Q8 Concept deutlich, besonders die Märkte in Amerika und Asien sollen sich ab 2018 für das Serienmodell begeistern. Wohl nicht umsonst klingt Q8 in englischer Aussprache wie "Kuwait", zudem dürfte Audi die chinesische Glückszahl Acht im Hinterkopf gehabt haben. Unter dem Blech der Studie steckt ein Plug-in-Hybrid mit dem hierzulande nicht im Q7 angebotenen 3.0 TFSI mit 333 PS. Zu dem Benziner gesellt sich ein Elektromotor mit 100 Kilowatt gleich 136 PS Leistung. Das Gesamtsystem kommt auf 330 Kilowatt entsprechend 449 PS Leistung und 700 Newtonmeter Drehmoment.

1000 Kilometer Reichweite
Im Heck sitzt ein Lithium-Ionen-Akku mit 17,9 Kilowattstunden Kapazität. Das soll für eine elektrische Reichweite von 60 Kilometer reichen, eine Komplettladung soll etwa 2,5 Stunden dauern. Die Gesamtreichweite gibt Audi mit rund 1.000 Kilometer an. Es dürften komfortable Kilometer sein, denn an Bord ist eine Luftfederung mit adaptiver Dämpfung. Zusätzlich ist die Bodenfreiheit in zwei Stufen verstellbar, zwischen denen 90 Millimeter Distanz liegen. Weit ist die Distanz bis zur Premiere des Serien-Q8 nicht mehr, bereits im Frühjahr 2017 könnte der Wagen in China debütieren.
(rh)

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