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BMW 6er Gran Turismo Aus dem 5er GT wird der 6er GT

München, 14. Juni 2017
Der 5er Gran Turismo wurde 2009 eingeführt und 2013 überarbeitet. Der Nachfolger heißt nun 6er Gran Turismo (6er GT). Doch BMW verändert viel mehr als nur den Namen. Am deutlichsten sind die Modifikationen der Karosserie, aber auch die Motorenpalette wird umgekrempelt und das Technikangebot modernisiert.

Nicht mehr so pummelig
Die Front wirkt gegenüber dem kürzlich ausgelaufenen 5er GT deutlich sportlicher. Der breite Grill reicht bis an die serienmäßigen LED-Scheinwerfer heran. Seitlich weicht die etwas pummelige Optik des Vorgängers einer eleganten Coupé-Optik. Am Radstand liegt das nicht, denn der bleibt mit 3.070 Millimeter konstant, doch die Länge nimmt um knapp neun Zentimeter auf 5,09 Meter zu. Hinzu kommt, dass sich die Höhe um zwei Zentimeter verringert. Auch die Heckkante liegt nun etwa sechs Zentimeter tiefer.

Zweiteilige Heckklappe entfällt
Der 5er GT hatte einen speziellen Kofferraumzugang: Wenn man nicht die große Klappe aufmachen wollte (zum Beispiel weil es draußen kalt war und im Fond noch alte Leute saßen), konnte man ein kleineres Element unterhalb des Heckfensters öffnen. Der 6er GT dagegen hat nun eine einteilige Heckklappe. Sie wird serienmäßig elektrisch geöffnet und geschlossen. Mit 610 Litern fällt der Kofferraum 110 Liter größer aus, die Ladekante wurde um mehr als fünf Zentimeter abgesenkt und liegt nun gleicher Höhe mit dem Gepäckraumboden. Die Fondlehne lässt sich elektrisch vom Kofferraum aus umklappen. Damit wächst der Stauraum auf 1.800 Liter – 100 Liter mehr als bisher.

Ausfahrbarer Mini-Spoiler
Die flache Silhouette kommt auch der Aerodynamik zugute. Dadurch und durch eine aktive Luftklappensteuerung, Air Curtains, Air Breather und einen automatisch ausfahrenden Minispoiler am Heck sinkt der cW-Wert von 0,29 auf bis zu 0,25. Außerdem speckt der 6er GT gegenüber dem Vorgänger durch mehr Alu und hochfeste Stähle etwa 150 Kilo ab.

Zweiachs-Luftfederung und Wankstabilisierung
Das Fahrwerk besitzt wie gehabt serienmäßig eine Luftfederung an der Hinterachse mit Niveauregulierung. Neu ist die optionale Zweiachs-Luftfederung. Sie wird mit adaptiven Dämpfern kombiniert und erlaubt auch eine manuelle Höheneinstellung (zwei Zentimeter höher oder einen tiefer). Die Option "Executive Drive" umfasst darüber hinaus noch eine aktive Wankstabilisierung.

Downsizing bei den Benzinern
Zum Verkaufsstart stehen zwei Benziner und ein Diesel zur Auswahl, die sämtlich mit einer Achtgang-Automatik ausgeliefert werden. Gab es auf der Benzinerseite bisher nur Sechs- und Achtzylinder (535i und 550i), so beginnt die Palette nun mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder: Mit 258 PS ist der 630i schwächer als der 306 PS starke 535i, dafür ist der Normverbrauch mit 6,2 statt 8,2 Liter deutlich niedriger. Ähnlich beim Nachfolger des 450 PS starken Achtzylindermodell 550i: Der Dreiliter-Sechszylinder des 640i bringt "nur" 340 PS, dafür sinkt der Normverbrauch von 9,2 auf 7,0 Liter. Bei den Dieseln fehlen zum Start noch der bislang angebotene Vierzylinder und ein Nachfolger für den 313 PS starken 35d. So kann man zum Start ausschließlich den 630d bestellen – mit 265 statt bisher 258 PS. 640i und 630d werden auch als Allradler angeboten.

Vielseitiges Bediensystem
Für Anzeige und Bedienung gibt es ein iDrive-System mit einem Touch Controller und einem 10,25-Zoll-Display, das jetzt als freistehender Monitor gestaltet ist und als Touchscreen genutzt werden kann. Darüber hinaus stehen eine weiterentwickelte Spracheingabe sowie eine Gestensteuerung zur Verfügung. Außerdem wird ein Head-Up-Display angeboten.

Teilautonomes Fahren und mehr
Serienmäßig hat der 6er GT ein kamerabasiertes Antikollisionssystem mit Fußgängererkennung. Gegen Aufpreis ist ein Abstandstempomat (zwischen null und 210 km/h nutzbar) mit Stop&Go-Funktion erhältlich. Zusammen mit dem Spurführungsassistenten fährt der Wagen teilautonom. Weitere Sicherheitssysteme sind eine Seitenkollisionswarnung, eine Vorfahrts- und eine Falschfahrwarnung. Auch das ferngesteuerte Parken, die "On-Street Parking Information" (hilft bei der Parkplatzsuche) und "Remote 3D View" (zeigt Live-Bilder des Fahrzeugs in der aktuellen Umgebung auf dem Smartphone) werden angeboten.

Marktstart im November
Öffentlich vorgestellt wird der 6er GT im September 2017 auf der IAA in Frankfurt. Die Markteinführung beginnt im November. Die Preise beginnen bei 62.300 Euro (630i), der 630d kostet 66.900 Euro. Zum Vergleich: Der alte 530d kostete 60.800 Euro.
(sl)

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