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BMW M4 CS 2017: Mehr Carbon, mehr Dampf GTS für jeden Tag

München, 18. April 2017
Fragen, die die Menscheit schon immer beschäftigt haben, Teil 1: Warum gab es bisher eigentlich kein Auto zwischen dem BMW M4 mit Competition-Paket (450 PS) und dem BMW M4 GTS (500 PS)? Ja, auch wir fanden den bisherigen Status quo nahezu untragbar, aber jetzt tut die M GmbH endlich etwas dagegen. Und zwar in Form des neuen BMW M4 CS, der sich und all sein Carbon erstmals auf der Auto Shanghai 2017 (21. bis 28. April) ins Schaufenster stellt.

Zehn PS mehr
Der M4 CS reiht sich in der Tat zwischen M4 Competition und M4 GTS ein. Für BMW "schließt er als limitiertes Sondermodell die Lücke zwischen diesen beiden Modellen". Offensichtlich wird dies bereits bei der gesteigerten Leistung des 3,0-Liter-Biturbo-Reihensechsers. Im CS leistet er 460 PS und 600 Newtonmeter. Ein Plus von zehn PS und 50 Newtonmeter gegenüber dem M4 Competition. Zur besseren Einordnung: Der restlos ausverkaufte M4 GTS bringt es auf 500 PS und 600 Newtonmeter. Den Spurt von 0-100 km/h absolviert der ausschließlich mit Siebengang-Doppelkupplung erhältliche CS in 3,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt dank des serienmäßigen M Drivers Package bei abgeregelten 280 km/h. Die weitaus bedeutendere Währung für alle Sportwagen-Nerds ist mittlerweile aber wohl die offizielle Nordschleifenzeit und auch hier klotzt der neue M4 CS mit satten 7:38 Minuten. Damit ist er nur zehn Sekunden langsamer als der radikal auf den Rennstreckeneinsatz hin optimierte M4 GTS.

Leichte Anpassungen und viel Carbon
Genau das, einen kompromisslosen Rennwagen, sieht BMW im neuen M4 CS nämlich nicht. Im typischen PR-Sprech heißt das dann: "maximale Performance, klare Motorsport- oder Clubsport-Prägung, gleichzeitig aber uneingeschränkt straßenzulassungsfähig". Wir übersetzen: Erstens: Der M4 CS kriegt das adaptive Fahrwerk des M4 Competition mit leichten Anpassungen bei Feder- und Dämpferraten. Auch die Settings für Lenkung, ESP, ABS, Differenzialsperre und Getriebe wurden leicht modifiziert. Zweitens: Durch den Einsatz von CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff) wird er etwa zehn Kilo leichter und wiegt nun leer 1.580 Kilo. Carbon gibt es serienmäßig an Motorhaube und Dach. Auch der neue Frontsplitter, der recht prägnante Heckbürzel sowie der Diffusor (vom M4 GTS) sind aus Kohlefaser. Innen wird zusätzlich durch neue Türverkleidungen aus gepresster Naturfaser und die unvermeidlichen Schlaufen-Türgriffe Diät betrieben. Drittens: Die neuen Räder in 9x19 und 10x20 Zoll sehen nicht nur aus, als wären sie frisch von BMWs DTM-Auto geklaut, sie sind mit knapp neun und zehn Kilo auch ganz schön leicht. Bezogen sind sie ab Werk mit klebrigen Michelin-Pilot-Sport-Cup-2-Semislicks. Wer auch bei Regen ohne Angst fahren möchte, kann aber auch normale Sportreifen ordern.

Näher am M4 Competition
Auch in den anderen relevanten Bereichen liegt der M4 CS deutlich näher am normalen M4 mit Competition-Paket als am rohen M4 GTS. Klappenauspuff und Compound-Bremsanlage (eine Keramik-Bremse ist optional zu haben) übernimmt er genauso vom M4 Competition wie die Leichtbau-Sportsitze im Innenraum. Auch die Rückbank darf im CS an ihrem angestammten Platz bleiben. Weitere Erkennungsmerkmale des schnellen Sondermodells: Alcantara-Dekorleisten mit CS-Schriftzug, ein aufpreispflichtiges Alcantara-Lenkrad sowie diverse CS-Logos an Sitzen, Einstiegsleisten und Co.

Der Lärm bleibt draußen
Zur Serienausstattung des neuen BMW M4 CS zählen eine Klimaautomatik, das große Navigationssystem, das Hifi-System "Professional" sowie die bisher exklusiv für den M4 GTS erhältlichen OLED-Rückleuchten. Laut BMW wird der CS von 2017 bis 2019 in limtierter Stückzahl entstehen. Wie groß diese Stückzahl ist, wurde bisher leider noch nicht erwähnt. Marktstart für den M4 CS ist im Juli 2017. Die Preise starten bei 116.900 Euro. Ein strammer Aufschlag von beinahe 27.000 Euro gegenüber einem M4 Competition. Kleiner Trost: Der M4 GTS war mit 142.600 Euro nochmal deutlich teurer. Ach ja, ein kleines (oder eher ein ziemlich großes) Zuckerl für alle M-Fans erwähnt BMW ganz lapidar in einem Nebensatz: "Über den M-Basismodellen sind künftig als Leistungsmodelle die Competition-Versionen platziert. Auf der darüber liegenden Ebene wird es zukünftig CS-Sondermodelle geben." Sprich: Der M4 CS ist erst der Anfang. Ein M2 CS dürfte in Bälde folgen.
(sw)

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