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Der schnittige Bruder des X1 startet im März 2018 BMW X2: Coupé-SUV im Kompaktformat

München, 25. Oktober 2017
Spätestens seit dem Pariser Autosalon vor gut einem Jahr war klar: BMW wird einen X2 bauen. Nun können wir die Serienversion der damaligen Studie bewundern. Soviel sei vorweggenommen: Ganz so schnittig wie damals wird der Ableger des X1 nicht.

Kürzer und flacher als ein X1
Werfen wir zunächst einen Blick auf die Abmessungen: Der BMW X2 ist 4,36 Meter lang, 1,82 Meter breit und 1,53 Meter hoch. BMW selbst leugnet die Verwandtschaft zum X1 nicht, so ist etwa der Radstand von 2,67 Meter bei beiden SUVs gleich. Zugleich bedeutet das Frontantrieb, sofern kein Allrad geordert wird. Allerdings ist der X2 acht Zentimeter kürzer und sieben Zentimeter flacher als ein X1.

Hommage an die Historie
Manch Betrachter mag sich angesichts der schmalen Seitenfenster und des nach hinten abfallenden Daches beim X2 an den 1er-BMW erinnert fühlen. Tatsächlich trennen beide in der Länge nur drei Zentimeter, aber der X2 ist satte zehn Zentimeter höher. Als gestalterisches Bonbon gibt es an der C-Säule neben dem markentypischen "Hofmeisterknick" auch das BMW-Emblem. Damit möchte man an klassische Coupés der Marke wie den 2000 CS oder den 3.0 CSL erinnern.

Sport mit X
Zurück zu den harten Fakten: Hinsichtlich des Gepäckraums gilt beim X2 der alte Satz "Wer schön sein will, muss leiden". 470 bis 1.355 Liter stehen 505 bis 1.550 Liter im X1 gegenüber. Neben bereits vom X1 bekannten Ausstattungslinien wie M Sport gibt es den X2 auch als "M Sport X". Angelehnt an den Rallyesport sind hier die Anbauteile in einem grauen Kontrastton gehalten. Serienmäßig sind zudem 19-Zoll-Felgen und ein Sportfahrwerk. Assistenzsysteme hält BMW reichlich bereit, darunter ein Head-up-Display, einen Stauassistenten und ein System, welches automatisch in Längsparklücken zirkelt. Angesichts der mäßigen Sichtverhältnisse im X2 sicherlich keine schlechte Anschaffung.

Zunächst drei Motoren
Zum Marktstart im März 2018 bietet BMW zunächst drei Motorisierungen für den X2 an. Auf der Benzinerseite steht der sDrive20i mit Frontantrieb und 192 PS. Seine Eckdaten: Zwei Liter Hubraum, 280 Newtonmeter Drehmoment, 7,7 Sekunden auf Tempo 100 und eine Spitze von 227 km/h. Die Schaltarbeit übernimmt ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Die klassische Achtgang-Automatik haben die beiden Diesel an Bord, ebenso Allradantrieb. Sowohl der X2 xDrive20d als auch der X2 xDrive25d holen ihre Kraft aus einem Zweiliter-Aggregat. 190 PS und 400 Newtonmeter stehen 231 PS und 450 Newtonmeter gegenüber. Der stärkere Motor beschleunigt um eine Sekunde besser und liefert mit 237 km/h eine um 16 km/h höhere Endgeschwindigkeit.

X2 mit Coupé-Aufschlag
Weitere Antriebskombinationen für den X2 will BMW schon bald darauf nachschieben, darunter den 140 PS starken sDrive18i mit Dreizylinder oder auch den 18d mit 150 PS, Front- oder Allradantrieb. Parallel gibt es dann auch eine Allradvariante des 20i. Bezüglich der Preise äußert sich BMW noch nicht. Im X1 kostet der sDrive20i 36.650 Euro, weshalb beim X2 mit gut 38.000 Euro gerechnet werden sollte.
(rh)

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