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Chery zeigt das Design für künftige weltweite Modelle Von China nach Europa

Shanghai (China), 28. August 2017
Kennen Sie Chery? Nun, wer jetzt "chinesischer Autohersteller" sagt, outet sich als fähiger Beobachter globaler Trends. Vor 20 Jahren gegründet, hat Chery inzwischen rund sechs Millionen Fahrzeuge verkauft, davon gingen mehr als 1,2 Millionen in den Export. Nun nimmt man mit einer neuen, noch unbekannten Marke auch Europa ins Visier. Auf der Frankfurter Automesse IAA (16. bis 24. September 2017) zeigt eine Studie, wohin die Reise beim Design geht.

Einstieg in Europa
Ray Bierzynski, Leiter des Forschungs- und Entwicklungszentrums von Chery in Shanghai, gibt bereits einige Eckpunkte preis: "Die Weltpremiere des neuen Kompakt-SUVs markiert den Startschuss für unseren Einstieg in europäische Märkte mit einer völlig neuen Modellreihe. Alle Mitglieder dieser Familie, die innerhalb weniger Jahre auf den Markt kommen werden, tragen einen charakteristischen Ausdruck, sind mit bedienungsfreundlicher Technologie, elektrifizierten Antriebssträngen sowie einer fortschrittliche Sicherheitsausstattung ausgestattet." Interessant: Vor seinem Job bei Chery war Bierzynski für die Elektro-Strategie von General Motors in China verantwortlich. Dazu passt, dass das IAA-Fahrzeug einen Elektroantrieb aufweist.

Auf den Spuren der Koreaner
Damit tritt Chery in die Fußstapfen von Hyundai und Kia. Dort hatte man irgendwann begriffen, dass in Europa nicht nur ein günstiger Preis zählt. Vielmehr ließ ein eigenständiges, aber gefälliges Design die Verkaufszahlen stark ansteigen. Ähnlich wie die Koreaner plant auch Chery eigene Design- und Forschungszentren in Europa, um näher an hiesigen Trends zu sein.

Gefällige Formen
Was lässt sich auf den ersten Skizzen der IAA-Studie erkennen? Die Frontpartie erinnert leicht an den VW Tiguan, auffallend ist ein durchgehendes LED-Tagfahrlichtband. Am Heck erinnert das Chery-Modell an den Kia Sportage, seitlich können Assoziationen zu Mazda oder Jaguar entstehen. Keine schlechten Referenzen, hinzu kommen diverse Chromelemente. In einem Punkt hat Chery bereits die Vorliebe westlicher Autokäufer erkannt: Bei den Modellen für den Weltmarkt wird es sich um SUVs und Crossover handeln.
(rh)

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