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Facelift für Citroën C4 Cactus Die „Kompaktlimousine“ wird komfortabler

Köln, 27. Oktober 2017
Schon seit dem Marktstart des C4 Cactus im Jahr 2014 bezeichnet Citroën das Modell als "Kompaktlimousine". Wir würden es eher als Crossover einstufen. Jedenfalls erhält das Auto (das übrigens nicht auf dem kompakten C4, sondern auf der Kleinwagenplattform PF1 basiert) nun ein Facelift.

Hydraulische Feder-Anschläge
Zu den technischen Neuerungen gehört eine Federung mit progressivem hydraulischem Anschlag (Progressive Hydraulic Cushions, PHC), die vom C5 Aircross bekannt ist. Während eine herkömmliche Radaufhängung aus einem Dämpfer, einer Feder und einem mechanischen Anschlag besteht, gibt es hier zusätzlich noch zwei hydraulische Anschläge – je einen für Druck und Zug. Gegenüber dem mechanischen Anschlag entfällt hier der Rückfeder-Effekt, weil die aufgenommene Energie (über das Hydrauliköl) abgeführt werden kann. Insgesamt soll der Komfort so deutlich erhöht werden. Demselben Zweck sollen die neuen Sitze dienen. Sie sind nun dicker gepolstert und enthalten festeren Schaumstoff. Um die Lärmentwicklung zu dämpfen, bekommt der C4 Cactus zudem dickere Scheiben und eine bessere Karosseriedämmung.

Geänderte Airbumps und breitere Rückleuchten
Optisch fällt auf, dass die Airbumps (die Plastik-Pölsterchen zum Schutz gegen Parkrempler) verkleinert und nach unten gerückt wurden – wie beim C5 Aircross. An der Front bleibt es bei der zweigeschossigen Leuchtenaufteilung. Doch zwischen den schlitzartigen Tagfahrleuchten gibt es nun einen Grill mit integriertem Doppelwinkel. In der Schürze werden die Nebelscheinwerfer durch Rahmen in Kontrastfarbe hervorgehoben, außerdem gibt es senkrechte Luftschlitze vor den Radhäusern. Ähnliche Luftschlitze finden sich hinten. Dazu kommen neue, breitere Rückleuchten mit 3D-Effekt. Zudem ist die Heckklappe nun vollständig in Wagenfarbe lackiert, die matten Plastikteile in Kontrastfarbe entfallen.

Maße: Praktisch konstant
Neun Außenlackierungen und vier Style-Pakete (mit Details in Schwarz, Silber, Weiß und Rot) werden angeboten. Insgesamt ergeben sich 31 Außenvarianten. Hinzu kommen fünf Ausstattungsversionen und fünf verschiedene Felgen (16 oder 17 Zoll). Die Maße ändern sich nur geringfügig, so wächst die Länge um etwa einen Zentimeter auf 4,17 Meter. Das Kofferraumvolumen ist mit 358 bis 1.170 Liter unverändert. Innen bleibt es im Wesentlichen bei dem bekannten, ungewöhnlichen Konzept: Der Fahrer blickt statt auf konventionelle Instrumente auf ein rechteckiges Display im Querformat, in der Mitte prangt der bekannte Sieben-Zoll-Infotainmentmonitor. Spanngurte und Schnallen im Cockpit erinnern an Reisekoffer. Neu ist, dass die Sitze in den höheren Ausstattungen nun einen horizontalen Strich im oberen Bereich aufweisen.

Stärkerer Diesel kommt hinzu
Die Motorenpalette beginnt mit dem bekannten Dreizylinder-Saugbenziner PureTech 82 – der bisher angebotene 75-PS-Benziner entfällt offenbar. Es folgen die Dreizylinder-Turbobenziner PureTech 110 und 130. Auf der Dieselseite stand bisher ausschließlich der BlueHDi 100, beim neuen C4 Cactus kommt im Herbst 2018 noch der BlueHDi 120 hinzu. Zum Technikangebot gehören das kamerabasierte Notbremssystem Active Safety Brake, eine Verkehrszeichenerkennung, mit der sich Tempolimits in den Tempomaten übernehmen lassen, ein Spurverlassenswarner, ein Totwinkel-Assistent, ein Einparkassistent und eine Rückfahrkamera. Marktstart für den C4 Cactus ist im ersten Quartal 2018. Die Preise dürften bei etwa 15.500 Euro beginnen.
(sl)

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