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Die italienische Firma zeigt ihr erstes Straßenfahrzeug Dallara Stradale: Leicht und stark

Varano de Melegari (Italien), 16. November 2017
Der Name Dallara ist bislang vor allem Motorsport-Fans ein Begriff. 1972 gründete Gian Paolo Dallara seine eigene Firma und machte sich einen Namen als erfolgreicher Chassis-Lieferant für die Formel 3 und die GP2-Serie. Auch bei der Entwicklung des KTM X-Bow hatte Dallara seine Finger im Spiel. Nach jahrelangem Warten und vielen Gerüchten bieten die Italiener nun erstmals ein Straßenmodell unter eigenem Namen an.

Mehr Karosserie auf Wunsch
Dallaras erstes Straßenauto, passenderweise "Stradale" (italienisch für Straße) genannt, ist ein Speedster mit Kohlefasergehäuse, der durch Zubehörteile zum Coupé mutiert. Das Basismodell kommt ohne Türen, kann aber durch den Einbau einer Windschutzscheibe leicht in einen Roadster verwandelt werden. Durch die weitere Hinzufügung eines T-Rahmens verändert sich der Stradale in einen Targa, während die Montage von zwei Flügeltüren die Transformation des Autos in ein Coupé perfekt macht. Darüber hinaus bietet Dallara den Käufern die Möglichkeit, den Stradale mit einem Heckflügel zu bekommen, der eine Menge Abtrieb für Tage auf der Rennstrecke erzeugen soll.

Kräftiger Vierzylinder
Herzstück des Stradale ist ein aufgeladener 2,3-Liter-Vierzylinder-Motor mit 400 PS und einem Drehmoment von 500 Newtonmeter. Die Kraft wird über ein serienmäßiges Sechsgang-Schaltgetriebe oder ein optionales automatisiertes Getriebe mit Schaltwippen an die Hinterräder weitergeleitet.

Ein echtes Leichtgewicht
Und nun die wohl eindrucksvollste Zahl: Der Dallara Stradale hat in seiner Standardkonfiguration dank des aufwändigen Einsatzes von Kohlefaser- und Verbundwerkstoffen ein Trockengewicht von nur 855 Kilogramm. Die Karosserieteile und das Monocoque bestehen aus Kohlefaser. Was die Leistungen anbelangt, geht es in 3,25 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 280 km/h. Im fünften Gang benötigt der Stradale 3,5 Sekunden, um von 80 km/h auf 120 km/h zu kommen. 8,5 Sekunden dauert der Sprint von 100 km/h auf 200 km/h. Mit dem optionalen Heckflügel erzeugt das Auto bei Höchstgeschwindigkeit mehr als 820 Kilogramm Abtrieb.

Kein günstiger Spaß
Angeblich wird die Produktion auf 600 Einheiten begrenzt, die in den nächsten fünf Jahren produziert werden sollen. Das Grundmodell kostet 155.000 Euro vor lokalen Steuern, dazu kommen Optionen wie Windschutzscheibe (im Kohlefaserrahmen) für 16.600 Euro, das Targa-Dach für 7.700 Euro und die Türen für 7.300 Euro.
(rh)

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