zaehlpixel

Umfrage mit erschreckenden Ergebnissen Nur jeder Dritte leistet korrekt erste Hilfe

München, 20. März 2013
Für viele Autofahrer ist es ein Horrorszenario: Sie werden Zeuge eines Unfalls und müssen erste Hilfe leisten. Zwar trauen sich die meisten zu, das Richtige zu tun und damit eventuell Leben retten zu können. Doch die Realität sieht leider anders aus. Nur jeder dritte deutsche Autofahrer kannte alle erforderlichen Erstmaßnahmen am Unfallort. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der ADAC und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gemeinsam durchgeführt haben.

Nur 20 Prozent können wiederbeleben
Rund 73 Prozent der Befragten waren sich sicher, am Unfallort die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten zu können. Doch nur 46 Prozent der Autofahrer konnten einen Verletzten korrekt in der Seitenlage stabilisieren, 41 Prozent wussten, was bei Atemstillstand zu tun ist. Lediglich jeder Fünfte (20 Prozent) war in der Lage, die lebensrettende Wiederbelebung korrekt durchzuführen. Die mangelhaften Kenntnisse verwundern nicht, denn bei 38 Prozent der Befragten lag der letzte Erste-Hilfe-Kurs bereits mehr als zehn Jahre zurück.

DRK-Präsident: "Kenntnisse alle fünf Jahre auffrischen"
Wie wichtig schnelle Hilfe nach einem Unfall ist, belegt die Statistik. Über die Hälfte der Verkehrstoten auf Europas Straßen sterben nach einem Unfall innerhalb der ersten Minuten. Diese Zahl könnte deutlich geringer ausfallen, wenn Autofahrer in dieser Zeit effektiv Hilfe leisten könnten. DRK-Präsident Rudolf Seiters fordert, Erste-Hilfe-Kenntnisse alle fünf Jahre aufzufrischen: "Ein Erste-Hilfe-Kurs im Leben ist viel zu wenig. Das Gelernte ist in wenigen Jahren vergessen – und man steht im Notfall hilflos da."
(mn)

- Zur Bildergalerie (3 Bilder)

- Immer informiert mit AutoNEWS: Mit einem Klick zum Newsletter

blog comments powered by Disqus