zaehlpixel

LaFerrari mit 963 PS wird nur 499 mal gebaut Das ist der Nachfolger des Enzo

Genf (Schweiz), 6. März 2013
Lange rankten sich wilde Gerüchte darüber, was für ein Auto Ferrari als Nachfolger des Enzo auf dem Genfer Autosalon 2013 (7. bis 17. März) zeigen würde und welchen Namen es tragen wird. Das Geheimnis ist nun gelüftet: Das neue Modell wird "LaFerrari" heißen, bringt es auf 963 PS und wird in einer streng limitierten Stückzahl von nur 499 Fahrzeugen gebaut.

Vier verschiedene Karbonarten
Das Chassis des LaFerrari besteht aus vier verschiedenen Kohlefaserarten und ist wie der Rest des Fahrzeugs auf minimales Gewicht bei maximaler Verwindungssteifigkeit optimiert. Die Masse verteilt sich zu 59 Prozent auf die Hinterachse und zu 41 Prozent auf die Vorderachse. Der Schwerpunkt der gerade einmal 1,12 Meter hohen Flunder liegt extrem tief, um hohe Kurvengeschwindigkeiten erreichen zu können. Der Radstand fällt mit 2,65 Meter im Verhältnis zur Fahrzeuglänge von 4,70 Meter sehr kurz aus. Zur Verbesserung der Aerodynamik verfügt der LaFerrari über Karosserie-Elemente, die automatisch gesteuert werden und bei Bedarf Anpresskraft generieren. Hierzu zählen die Diffusoren an Front und Heck, die Leitbleche am Unterboden sowie der Heckspoiler.

V12 dreht bis zu 9.250 Touren
Das Spannendste am LaFerrari ist sicherlich die Antriebseinheit. Das "HY-KERS" genannte Hybridsystem besteht aus einem 6,3-Liter-V12 mit 800 PS, der bis zu 9.250 Touren dreht, und einem 120 Kilowatt respektive 163 PS starkem Elektromotor. Ein zweites Elektroaggregat kümmert sich ausschließlich um die Versorgung der Fahrzeugsysteme wie Lichtmaschine und Klimaanlage. Das am Boden des Chassis platzierte Batteriepack wird unter anderem bei Bremsvorgängen aufgeladen. Zusätzlich wird jedes Mal, wenn der V12 ein höheres Drehmoment erzeugt als erforderlich, zum Beispiel bei Kurvenfahrten, die überschüssige Kraft in Energie umgewandelt und gespeichert. Über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe werden die mehr als 900 Newtonmeter an die Hinterräder übertragen.



In 15 Sekunden auf Tempo 300
Die Fahrleistungen des italienischen Geschosses beeindrucken nicht weniger als die Antriebstechnik: In unter drei Sekunden soll Tempo 100 auf dem Tacho stehen, nach weniger als sieben Sekunden bereits 200 Sachen. Der Spurt auf 300 km/h gelingt in lediglich 15 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Ferrari mit über 350 km/h an. Um den LaFerrari wieder zum Stillstand zu bringen, kommen riesige Karbon-Keramik-Bremsen mit einem Durchmesser von 40 Zentimeter an der Vorderachse und 38 Zentimeter an der Hinterachse zum Einsatz.

Fahrersitz nicht einstellbar
Der Fahrersitz ist nicht justierbar, während sowohl die Pedalerie als auch das Lenkrad einstellbar ist. Das Volant wurde im Vergleich zu anderen Ferrari-Modellen neu gestaltet und bekam unter anderem längere Schaltwippen spendiert. Der Preis für den LaFerrari liegt bei rund 1,2 Millionen Euro. Allerdings ist die Nachfrage schon jetzt enorm und potenzielle Käufer sollten sich beeilen, wenn sie noch eines der 499 Exemplare ergattern möchten.
(ts)

- Zur Bildergalerie (13 Bilder)

- Immer informiert mit AutoNEWS: Mit einem Klick zum Newsletter

blog comments powered by Disqus