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Automesse Detroit: Ford baut ab 2020 einen neuen Bronco Comeback mit Kultfaktor

Detroit (USA), 11. Januar 2017
Große Namen hat Ford reichlich zu bieten: Vom Model T über Thunderbird und Mustang bis zum F-150 reicht die Palette allein in den USA. Im Jahr 2020 kehrt ein weiteres bekanntes Modell zurück: Der Bronco wird neu aufgelegt. In der Vergangenheit war er nur in Amerika Kult, zukünftig soll er aber die ganze Welt erobern. Das gab Ford im Rahmen der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit (8. bis 22. Januar 2017) bekannt.

Vom Wunsch zur Realität
Allzu konkret wird Joe Hinrichs, Ford-Chef für Nord- und Südamerika, jedoch noch nicht. "Wir haben die Wünsche unserer Kunden laut und deutlich vernommen: Sie wollen neue, moderne Fahrzeuge mit enormer Leistungsfähigkeit, die auch großen Fahrspaß bieten", so Hinrichs. "Der mittelgroße Bronco ist ein kompromissloser Geländegänger mit Allradantrieb für abenteuerlustige Autofahrer, die sich ihren Weg gerne auch abseits befestigter Straßen bahnen", kündigt der Ford-Manager an. Gebaut wird der neue Bronco im Werk Wayne im US-Bundesstaat Michigan.

In 30 Jahren zur Legende
1966 kam der stets dreitürige Ford Bronco als Rivale für den Jeep CJ auf den Markt. Der nur 3,85 Meter lange Geländewagen mit 2,34 Meter Radstand nutzte Komponenten der F-Serie. Ab 1978 basierte der Bronco endgültig auf den F-Modellen und wurde nicht nur deutlich größer, sondern auch stärker: Die Benziner begannen bei 5,7 Liter Hubraum. Zwischen 1992 und 1996 lief die letzte Bronco-Generation vom Band, inzwischen war der Wagen auf 4,66 Meter angewachsen. Zum Nachfolger erkor Ford den 60 Zentimeter längeren Expedition mit fünf Türen. Bereits 2004 zeigte man eine Bronco-Studie, die nicht in Serie ging.

Mit Diesel in den Export?
Wie könnte nun der künftige Ford Bronco aussehen? Bestätigt wird bislang einzig ein Allradantrieb. Als Grundlage ist der in den USA sehr beliebte F-150 denkbar. Er ist zwar mindestens 5,32 Meter lang, da es sich aber um einen Pick-up handelt, müsste man die Ladefläche abziehen. So würde sich der Bronco auf dem US-Markt zwischen den bestehenden SUVs Escape (hierzulande als Kuga bekannt, 4,52 Meter) und Explorer (5,01 Meter) einordnen, also bei rund 4,80 Meter landen. Dort rangiert aktuell der lifestyligere Edge (4,81 Meter). Ob die zwischen 329 und 462 PS starken V6- und V8-Benziner aus dem F-150 übernommen werden, ist fraglich. Mit Blick auf die weltweite Vermarktung und die Positionierung gegen einen neuen Jeep Wrangler könnte aber der ebenfalls in Detroit angekündigte Dreiliter-V6-Diesel für den F-150 interessant sein. Für Europa rechnen wir mit Vierzylinder-Motoren ab 150 PS aufwärts.
(rh)

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