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NAIAS 2017: Der Honda Odyssey hält die Van-Fahne hoch Für den Familienfrieden

Detroit (USA), 12. Januar 2017
Vans waren gestern, die Gegenwart heißt SUV. In Europa ist dieser Trend längst spürbar, Van-Ikonen wie der Renault Espace mutieren zum Crossover. Und auch im Mutterland der Familien-Transporter wird das Angebot immer dünner. Honda hält in den USA seit 1994 die Van-Fahne hoch und präsentiert nun auf der Automesse in Detroit, der North American International Auto Show (NAIAS, 8. bis 22. Januar 2017), die Neuauflage des Odyssey.

Raumschiff mit Sechszylinder
Man spricht selber etwas verniedlichend von einem "Minivan". Die Abmessungen des neuen Odyssey rückt Honda noch nicht raus, doch der seit 2011 gebaute Vorgänger streckte sich auf 5,15 Meter. Mehr als genug Länge also für ein geräumiges Innenleben. Deshalb wollen wir auch nicht viele Worte über das Design mit dem dritten Seitenfenster im Stil des Opel Astra Sports Tourer oder zur Ausstattung mit optionalen LED-Scheinwerfern und vielen Assistenzsystemen verlieren. Einziger Motor ist übrigens ein 3,5-Liter-V6-Benziner mit 284 PS Leistung. Je nach Ausstattung ist ein Neun- oder Zehngang-Automatikgetriebe serienmäßig.

Papa sieht und hört alles
Widmen wir uns also den Räumlichkeiten des Honda Odyssey. Mittels einer Kamera können der Fahrer und Beifahrer auf dem Acht-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole sehen, ob in den Reihen Zwei und Drei Unfug getrieben wird. Sollte das der Fall sein, kann der Fahrer über Lautsprecher und die Kopfhörer des Fond-Entertainmentsystems die Insassen zur Ordnung rufen. Im hinteren Bereich des Wagens ist ein 10,2-Zoll-Bildschirm in die Decke eingelassen. Auf ihm können nicht nur Streaming-Videos geguckt werden. Auch die ewige Frage "Wann sind wir endlich da?" wird durch eine spezielle App beantwortet, die ähnlich wie im Flugzeug die noch zurückzulegende Distanz anzeigt.

Einflussnahme per Handy
Per Smartphone (und das haben Kinder inzwischen mehrheitlich) können nicht nur das hintere Entertainment und die Klimatisierung programmiert werden, sondern auch Navigationsziele ans System verschickt werden. Möglich macht das eine App namens "Cabin Control". Integriert ist hier zudem die Möglichkeit, dass bis zu acht Familienmitglieder ihre Lieblingsmusik an das Audiosystem senden können.

Wie es euch gefällt
Beinahe unendliche Variationen sind bei den Möbeln der zweiten Sitzreihe möglich. Die drei Sitze können verschoben oder entfernt werden. Beispiele gefällig? Mittlerer Sitz weg, die äußeren Sitze weit zur Seite geschoben. So kommen sich zwei Kinder nicht in die Quere. Oder man schiebt die beiden verbleibenden Sitze eng zusammen, um als Beifahrer die dort befindlichen Kinder bespaßen zu können. Oder man belässt es bei drei Sitzen, schiebt aber den mittleren Sitz aus ähnlichen Gründen weiter nach vorne. Zu guter Letzt soll die "Magic Slide"-Technik den Zugang zur dritten Reihe erleichtern. Ob angesichts solcher Möglichkeiten deutsche Eltern ein wenig neidisch werden?
(rh)

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