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Japan-Silberpfeil mit Technik des neuen Nissan Leaf Infiniti Prototype 9: Zurück in die Zukunft

Pebble Beach (USA), 14. August 2017
Ein Gedankenspiel: Japan fordert Ende der 1930er-Jahre Deutschland im Rennsport heraus. Doch mit Ausbruch des Krieges verschwinden die Nippon-Renner von der Bildfläche. Jahrzehnte später taucht solch ein Silberpfeil in einer Scheune auf. Reine Fantasie, zugegeben. Aber exakt diese Überlegungen liegen der Studie Infiniti Prototype 9 zugrunde, die am 20. August 2017 im amerikanischen Pebble Beach vorgestellt wird. Besonders spannend wird es hingegen unter dem Blech.

Gut gedengelt
Der Reihe nach: Die Geschichte des Prototype 9 beginnt als Feierabend-Projekt einiger Nissan-Mitarbeiter. Warum die Ziffer 9? Nun, sie wird auf japanisch "kyuu" ausgesprochen, also ähnlich zum englisch betonten "Q" der herkömmlichen Infiniti-Baureihen. Bei der Karosserie des Rennwagens wurden Stahlbleche per Hand auf einem Leiterrahmen in Form gebracht. Dazu kommen nach alter Schule freistehende 19-Zoll-Räder mit Speichenoptik, auf eine Servolenkung wurde verzichtet.

Elektro-Ausblick auf den neuen Leaf
Im wahrsten Wortsinne spannend ist die Antriebstechnik. Infiniti-Chef Roland Krüger spricht von einem "elektrischen Antriebsstrang der nächsten Generation, der ganz reell in die Zukunft blickt." Soll heißen: Hier arbeitet die Technik des kommenden Nissan Leaf, der am 6. September 2017 vorgestellt wird. Darauf weist auch der mit 2,70 Meter gleich lange Radstand des Prototype 7 hin. Grundlage ist die bislang im Leaf optionale Lithium-Ionen-Batterie mit 30 Kilowattstunden Kapazität. Mit Blick auf die weiteren Kennzahlen zeigt sich, dass der neue Leaf stärker und schneller wird. 148 PS und 320 Newtonmeter sind es nun, dem gegenüber stehen aktuell 109 PS und 254 Newtonmeter. Die Höchstgeschwindigkeit steigt von 144 km/h auf Tempo 170. In 5,5 Sekunden flitzt der Infiniti auf 100 km/h, allerdings wiegt er nur 890 Kilogramm. Für den neuen Nissan Leaf sind daher wohl einige Sekunden aufzuaddieren. Die elektrische Reichweite bleibt im Dunkeln, der Prototype 9 soll unter Rennbedingungen 20 Minuten unter Strom fahren können.
(rh)

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