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Jaguar I-Pace Concept und I-Type 1 Zwei Elektro-Neulinge elektrisieren München

München, 8. Juni 2017
Kürzlich verwandelte sich die Münchener Jaguar-Land-Rover-Markenboutique am Odeonsplatz in eine Boxengasse. Anlässlich des bevorstehenden deutschen Formel-E-Rennens (10. bis 11. Juli 2017) stellte der britische Premiumhersteller seinen Elektro-Rennwagen I-Type 1 zum ersten Mal in Deutschland vor. Deutschland-Premiere hatte auch das künftige Elektroserienauto von Jaguar, der I-Pace Concept.

Piloten, Teamchef und Ingenieure berichten
Im Oktober 2016 hatte Jaguar mit zwei voll elektrisch angetriebenen Rennern sein Comeback im internationalen Motorsport gefeiert. Einsatzort: die noch recht junge Rennserie Formel E. Bei dem Münchener Event informierte Jaguar nun die Medien und andere geladene Gäste, wie es zur Saisonhalbzeit um die sportlichen Erfolge des Teams steht: In der Konstrukteurs-Wertung liegen die Newcomer derzeit auf Rang acht. Bei einem lockeren Bühnen-Talk, moderiert von Formel-1-Experte Christian Danner, standen die zwei Formel-E-Piloten, der Teamchef, Designer und Ingenieure Rede und Antwort. Weitere Stargäste (neben dem Formel-E-Renner und der SUV-Studie) waren die Schauspieler Jürgen Vogel, Kostja Ulmann und Stephan Luca.

Elektro-Rennen in Tempelhof
Am 10. und 11. Juni 2017 werden die Stammpiloten Adam Carroll (Nordirland) und Mitch Evans (Neuseeland) mit ihrem I-Type 1 erneut auf Punktejagd gehen. Austragungsort des einzigen deutschen "ePrix" ist der frühere Flughafen in Berlin-Tempelhof. Fahrer Adam Carroll machte deutlich, wie schwierig das Fahren in der Formel E ist: "Alles läuft an einem Tag ab, vom freien Training über das Qualifying bis zum Rennen. Da muss man nicht nur früh aufstehen, sondern seine Kräfte auch gut einteilen." Sein Kollege Mitch Adams ergänzte: "Ich konnte anfangs kaum glauben, wie technisch anspruchsvoll das Fahren ist, der Energieeinsatz muss schließlich optimiert werden."

Vom Rennen in die Serie
Team-Chef James Barclay schilderte die Ziele von Jaguar in der Formel E: "Jaguar ist schon immer Rennen gefahren, um neue Technologien zu entwickeln. Und die Formel E ist eine globale Plattform, die zeigt, wie cool E-Autos sein können." Auf die Frage, ob Renn-Erkenntnisse in die Serienautos einfließen, antwortete Barclay: "Chassis und Batterie sind in der Formel E zwar Standard, aber der Rest muss optimiert werden, da können wir sehr viel für die Serie lernen."

Jaguar I-Pace als weiterer Stargast
Am Rennwochenende wird auch der I-Pace in Tempelhof zu sehen sein. Das Publikum in der Markenboutique konnte die SUV-Studie schon aus nächster Nähe begutachten. Sie soll Ende 2018 als erstes rein elektrisch angetriebenes Modell von Jaguar auf den Markt kommen. Jaguar-Technikchef Wolfgang Ziebart zum kommenden E-Auto der Marke: "Der Elektroantrieb ist für einen Sportwagen besser geeignet als ein Verbrennungsmotor. Das Auto ist schneller auf Tempo und kann noch dazu Energie zurückgewinnen. Mit zwei Motoren – einer vorn, einer hinten – können wir außerdem das Fahrverhalten sehr gut beeinflussen." Dann können wir uns also auf absolute Sportwagenperformance freuen. Das für Jaguar von Magna in Österreich gebaute Serienfahrzeug wird übrigens knapp unter 80.000 Euro kosten, wenn es auf den Markt kommt, und dürfte dem Tesla Model S das Leben schwer machen.
(ph)

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