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Neues Gesicht, satte Diät und 270-PS-Turbo für X3-Gegner Jeep Cherokee Facelift enthüllt

Detroit, 17. Januar 2018
Vor knapp vier Wochen präsentierten wir Ihnen die ersten Bilder und Informationen zum Facelift des Jeep Cherokee. Jetzt hat die amerikanische Offroadmarke im Zuge der Detroit Motor Show 2018 offiziell die Tücher von seinem Mittelklasse-SUV gezogen und offenbart frische Details, welche die Fans des kontrovers gezeichneten X3-Gegners entzücken dürften: Der Cherokee kriegt einen neuen Vierzylinder-Turbomotor, mehr Kofferraum und massiv abgespeckt hat er auch noch.

Design entradikalisiert
Auf dem Markt ist das Gelände-potente Mittelklasse-SUV bereits seit 2013. Und zeitlebens polarisierte es mit seiner gewöhnungsbedürftigen Optik. Vor allem die Front mit der zweigeteilten Leuchteneinheit sorgte für Missmut. Damit ist jetzt Schluss, denn mit dem 2018er-Facelift kriegt der Cherokee eine komplett neue Front mit einteiligen Scheinwerfern und traditionellem Jeep-Grill. Ohne die geteilten Frontscheinwerfer wirkt der neue Cherokee irgendwie cleaner und hochwertiger. Außerdem liegt er optisch nun näher bei seinen Jeep-Geschwistern Compass und Grand Cherokee. Durch den Entfall der "Höckernase" verbessert sich offenbar auch die Aerodynamik des Cherokee. LED-Scheinwerfer sind nun bei allen Versionen Serie. Am Heck sind die Unterschiede zum Vorfacelift weniger evident. Es gibt leicht geänderte Rückleuchten und mehr Lack für den dezent aufgefrischten Heckstoßfänger. Die Heckklappe selbst beherbergt nun das Kennzeichen und ist aus leichtem Verbundmaterial gefertigt. Das spart laut Hersteller gute acht Kilo. Wie bisher sitzt die taffe Trailhawk-Version gut 2,5 Zentimeter höher und erhält eigene Front- und Heckschürzen für bessere Böschungs- und Rampenwinkel. Außerdem kriegt der Trailhawk eigene Räder, zwei rote Abschlepphaken in der Front sowie schwarze Anbauteile, wo sonst Chrom vorherrscht.

Cherokee-Kofferraum wächst
Im Interieur fallen die Modellpflegemaßnahmen eher überschaubar aus. Wir sehen umgestaltete Lüftungsdüsen, eine optimierte Anordnung von Mittelkonsole und Schalthebel (damit Ihre Smartphones mehr Platz haben) sowie einen zusätzlichen USB-Port für die Fond-Passagiere. Ganz vorne mittig zieht die neueste Generation des Uconnect-Konzern-Infotainmentsystems ein, das nun auch über Apple Carplay/Android Auto verfügt. Wahlweise blicken Sie künftig auf einen Sieben- oder 8,4 Zoll großen Monitor. Wenn Sie um den Monitor herumblicken, werden Sie sich vermutlich etwas wohler fühlen als bisher, denn Jeep hat dem Cherokee hochwertigere Dekoreinlagen in "Satin Chrome" und "Piano Black" verpasst.

Geräumiger und leichter
Deutlich wichtiger aber: Das Kofferraumvolumen des gelifteten Jeep Cherokee wächst um etwa 100 Liter. Verantwortlich dafür: Schlaueres Packaging, das die nutzbare Breite des Ladeabteils um 8,5 Zentimeter vergrößert. Jetzt soll der Cherokee-Kofferraum zwei Golfbags schlucken, was vorher nicht möglich war. Es gibt aber nicht nur mehr Laderaum, sondern auch deutlich weniger Gewicht. Insgesamt verliert Jeeps Midsize-SUV satte 90 Kilo. Schuld haben leichtere Motorträger, leichtere Fahrwerkskomponenten (die Vorderachse wurde zusätzlich auf bessere Straßenmanieren hin optimiert) und eine Diät des hinteren Differenzials.

Neuer Zweiliter-Turbo
Was die Motoren betrifft, bleibt es in den USA beim 2,4 Liter-Vierzylinder-Benziner mit 180 PS und 230 Newtonmeter sowie beim 3,2-Liter-V6 mit 271 PS und 324 Newtonmeter. Ganz neu im Programm ist der bereits aus dem neuen Jeep Wrangler bekannte Zweiliter-Turbo mit 270 PS und 400 Newtonmeter. Er muss ohne das 48-Volt-Mildhybrid-System des Wrangler auskommen, sollte aber trotzdem die besten CO2-Werte liefern. Die Neungang-Automatik kriegt ein Software-Update, dass "die Fahrbarkeit verbessern soll". Wer die Automatik im Jeep kennt, dürfte das begrüßen. Außerdem verfügen alle drei Antriebe über mehr Dämmung, um die Geräuschkulisse zu optimieren. Aufgrund der Gewichtsreduktion und der Aero-Verbesserungen soll der Cherokee grundsätzlich effizienter sein als bisher. Ob der V6 weiterhin in Deutschland erhältlich sein wird, ist aber noch nicht raus. Was mit dem 140-PS-Benziner und den beiden 2,2-Liter-Dieseln (185 und 200 PS) passieren wird, ebenfalls noch nicht. Nach Deutschland kommt der neue Jeep Cherokee in der zweiten Jahreshälfte 2018.
(sw)

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