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Sportwagen-Studie Kia Provo steht in Genf Bulliger Kraftzwerg

Frankfurt, 4. März 2013
Kia reist mit der Studie Provo im Gepäck zum Genfer Automobilsalon 2013 (7. bis 17. März). Der kleine Sportwagen bietet spannende Details, deren Weg in die Serienfertigung allerdings noch lang sein könnte.

Unter vier Meter lang
Der Provo misst 3,88 Meter und ist damit knapp 30 Zentimeter kürzer als der Nissan Juke Nismo, zu dem er eine gewisse Ähnlichkeit aufweist. Die Breite beträgt 1,77 Meter und die Höhe 1,35 Meter. Der Radstand von 2,53 Meter ist identisch mit dem des Nissan, die Überhänge fallen beim Provo jedoch deutlich kürzer aus.

Scheinwerfer aus 850 LEDs
Auffällige Designmerkmale an der silber lackierten Studie gibt es einige: Die steile Front mit großem Spoiler ist durchzogen von den Scheinwerfern, die aus insgesamt mehr als 850 LEDs bestehen. Diese sind einzeln ansteuerbar und sorgen je nach Programmierung für Tagfahrlicht, Fernlicht, eine spezielle Rennbeleuchtung oder verschiedene Muster. Die schmalen A-Säulen verbergen sich hinter der gewölbten Windschutzscheibe. Die C-Säulen sind hingegen groß dimensioniert, münden in das orangefarben lackierte, nach hinten abfallende Dach und sollen optisch an einen Überrollbügel erinnern. Die Heckansicht ist geprägt von einem verstellbaren Diffusor und zwei üppig dimensionierten Auspuffendrohren. Um das sportliche Erscheinungsbild zu ergänzen, wurden 19-Zoll-Felgen mit Zentralverschluss montiert.

Zukunftsvision Allrad-Hybrid
Auch wenn die in Genf gezeigte Studie gar nicht fährt, so haben die Kia-Entwickler dennoch eine genaue Vorstellung, wie sie angetrieben werden könnte. Die Rede ist vom so genannten "Smart 4WD"-Hybridsystem. Dahinter verbirgt sich ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 204 PS und ein bis zu 33 Kilowatt starker Elektromotor. Die Kraft wird laut Hersteller mittels eines Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes auf die Räder übertragen werden. Der Elektromotor treibt nur die Hinterräder an und soll in einem Schleichmodus den Provo auch allein voranbringen können.

Durchgehende Vordersitze
Passend zum Karosseriedesign ist auch der Innenraum des Prototypen extravagant gestaltet. Zentrales Element ist die aus einem Stück gefertigte Sitzfläche des vorderen Gestühls. Diese verläuft wellenförmig von einer Türschwelle zur anderen und ist mit gestepptem Leder bezogen. Die Rückenlehnen der Vordersitze sind auf einer drehbaren Aluminiumschiene montiert. Dadurch können die Lehnen in die Mitte des Fahrzeugs geschwenkt werden, um den Einstieg in den Fond zu erleichtern. Der Armaturenträger kommt ohne eine klassische Mittelkonsole aus und ist lediglich über eine einzelne Strebe mit dem Fußraum verbunden. Die Instrumentenanzeige besteht aus digitalen Rundinstrumenten und einem mittig angeordneten Touchscreen. Eine Serienfertigung des Provo ist derzeit nicht geplant.
(ts)

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