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Der LM002: Das erste SUV von Lamborghini Kantig, stark und trinkfreudig

Sant`Agata Bolognese (Italien), 10. Oktober 2017
Am 4. Dezember 2017 ist es so weit und Lamborghini wird am Firmensitz in Sant`Agata Bolognese den Urus enthüllen. Damit bringt der Hersteller 25 Jahre nach dem Produktionsende des LM002 sein zweites Super-SUV auf den Markt. Zeit, auf den außergewöhnlichen Luxus-Geländewagen der späten 80er und frühen 90er zurückzublicken.

Vom geplanten Militärfahrzeug nach Brüssel
Die Geschichte des LM002 beginnt bereits Ende der 70er-Jahre als Entwicklungsprojekt eines hochleistungsfähigen Offroaders für militärische Zwecke. Der Projektname? "Cheetah". Doch am Ende wurde nichts aus den militärischen Bestrebungen, denn die Armee entschied sich für das Fahrzeug von AM General und damit für den Humvee genannten HMMWV. 1981 griff der Lamborghini-Ingenieur Giulio Alfieri das gescheiterte Projekt mit dem LM001 wieder auf … einem Konzept mit Heckmotor. Anschließend folgte der LMA-Prototyp, bei dem das Aggregat bereits in die Front verlegt wurde. Der LM002 wurde in seiner endgültigen Ausführung dann erstmals 1986 auf dem Brüsseler Automobilsalon präsentiert.

Technische Daten und Fahrleistungen
Mit seiner Karosserie aus Aluminium und Glasfaser, Allradantrieb, Verteilergetriebe und drei selbstsperrenden Differenzialen konnte dieses SUV Steigungen von bis zu 120 Prozent bewältigen. Angetrieben wurde das kantige Monster von dem 5,2-Liter-V12-Motor aus dem Countach Quattrovalvole mit 450 PS. 0-100 km/h erledigte der LM002 in 8,2 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 223 km/h. Das Leergewicht? 2,7 Tonnen. Der Verbrauch? Zwischen 25 und 40 Liter.

300 Einheiten in sechs Jahren
In einem Betrieb in der Nähe von Bilbao (Spanien) wurden die Karosserien produziert. Dann wurden die vormontierten Teile nach Sant`Agata Bolognese verschifft, wo der Einbau von Antriebsstrang und mechanischen Bauteilen, die Endfertigung sowie Tests stattfanden. Das luxuriöse Interieur konnte individuell auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt werden. 300 Fahrzeuge wurden bis 1992 insgesamt produziert und ausgeliefert.

Was bringt die Zukunft?
Zurück ins 21. Jahrhundert: Sobald der Urus debütiert, wird er in typischer Performance-SUV-Manier für rund 200.000 Euro erhältlich sein. 2018 könnten bereits die ersten 1.000 Einheiten produziert werden, für 2019 setzt sich der Hersteller das Ziel von rund 3.500 Exemplaren. Damit würde der Urus schon zwei Jahre nach der Markteinführung die Hälfte der gesamten Lamborghini-Jahresproduktion ausmachen. Ein wichtiges Auto also. Ob das zweite SUV aber den gleichen Kultstatus wie der LM002 erreichen kann, bleibt abzuwarten.
(ml)

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