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Lotus Evora GT430 Der neue Lotus ist schneller als ein Porsche 911 GT3

Hethel (Großbritannien), 26. Juli 2017
Mehr Leistung macht dich auf den Geraden schneller, weniger Gewicht macht dich überall schneller: Das Glaubensbekenntnis von Lotus-Gründer Colin Chapman leitete die Ingenieure auch beim neuesten Modell. Der Evora GT430 ist zwar das stärkste straßenzugelassene Modell der Lotus-Geschichte, aber erst Leichtbau und ausgefeilte Aerodynamik sorgen für das volle Potenzial.

436 PS und ausgefeilte Aerodynamik
Angetrieben wird der Neuling wie die schwächeren Versionen Evora 400 und Evora Sport 410 vom bekannten 3,5-Liter-V6, der hier 436 PS liefert. Das sind 30 PS mehr als beim Evora 400 und 20 PS mehr als beim Evora Sport 410. Von den schwächeren Brüdern hebt sich der Neuling auch durch den auffälligen Heckflügel ab. Zusammen mit weiteren aerodynamischen Verbesserungen sorgt er für bis zu 250 Kilo Abtrieb beim Höchsttempo von 305 km/h. Zur Strömungsführung gibt es größere Luftlöcher an der Front, einen neuen Splitter, einen großen Diffusor und Luftauslässe über den vorderen Radhäusern sowie nach den hinteren Rädern.

In 3,8 Sekunden auf Tempo 100
Mit nur 1.299 Kilo Leergewicht ist der Wagen auch der bislang leichteste Evora. Gewicht gespart wurde unter anderem durch einen Titanauspuff und Carbonkomponenten innen und außen. Front- und Heckstoßdämpfer, aber auch Dach, Heckklappe, Diffusor und Flügel bestehen aus Kohlefasern, die Heckscheibe aus Polycarbonat. Das brachte 35 Kilo, aber breitere Räder und Reifen sowie der Heckflügel ließen das Gewicht wieder etwas steigen. Insgesamt wurden jedoch 26 Kilo gegenüber dem Sport 410 gespart. So erreicht das neue Coupé die Tempo-100-Marke schon zwei Zehntel früher: 3,8 Sekunden stehen im Datenblatt. Das ist minimal schneller, als ein Porsche 911 GT3 mit seinen 500 PS spurten kann.

Einstellbarer Radschlupf
Beim Fahrwerk werden in Zug- und Druckstufe einstellbare Öhlins-Stoßdämpfer und Federn von Eibach eingesetzt. Gelochte Bremsscheiben (vorne 370 Millimeter, hinten 350 Millimeter) mit Vierkolben-Zangen sorgen für die Verzögerung. Ein Torsen-Sperrdifferenzial ermöglicht höhere Geschwindigkeiten am Kurvenausgang. Die vier ESP-Modi (Drive, Sport, Race und Off) geben dem Fahrer mehr Kontrolle. Im Race- oder Off-Modus lässt sich außerdem der maximale Schlupf der Räder in fünf Stufen einstellen.

Hosenträgergurte und Überrollbügel
Der GT430 steht auf Reifen vom Typ Michelin Pilot Sport Cup 2, mit den Dimensionen 245/35 R19 vorne und 295/30 R20 hinten. Räder aus geschmiedetem Aluminium sind Serie – entweder in Schwarz oder in Silber. Innen gibt es Carbon-Rennsitze, optional werden Hosenträgergurte und ein Überrollbügel aus Titan angeboten. Eine Alcantara-Leder-Ausstattung mit zweifarbigen Kontrastnähten in Rot und Weiß ist Serie. Für mehr Alltagstauglichkeit sorgt optional ein Touchscreen-Infotainment mit Navigationsfunktion und Rückfahrkamera-Anzeige.

Fast so teuer wie ein 911 GT3
Den Evora GT430 gibt es ausschließlich in zweisitziger Ausführung. Nur 60 Stück sollen gebaut werden. Bestellen kann man ab sofort, die Preise beginnen bei 151.000 Euro. Damit ist der Lotus nicht nur ähnlich schnell wie der 911 GT3, sondern auch fast so teuer. An die anderen Evora-Modelle kommt man deutlich günstiger: Der Evora 400 kostet 96.000 Euro, der Evora Sport 410 liegt bei 108.500 Euro.
(sl)

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