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Das extremste McLaren-Straßenauto kommt mit 800 PS McLaren Senna: Der Mega-Mac

Woking (Großbritannien), 11. Dezember 2017
Er wurde dreimaliger Formel-1-Weltmeister und ist seit seinem tragischen Unfalltod im Jahr 1994 eine Legende des Motorsports. Die Rede ist von Ayrton Senna. Jetzt trägt ein Auto seinen Namen. Und zwar nicht irgendeines, sondern das extremste McLaren-Straßenfahrzeug, das es je gab: der McLaren Senna.

Ein Rennwagen für die Straße
Die Verbindung von McLaren und Ayrton Senna liegt auf der Hand, gewann der Brasilianer doch mit dem McLaren-Team alle seine WM-Titel. Mit Blick auf den neuen Supersportwagen macht Mike Flewitt, der Vorstandschef von McLaren Automative, unmissverständlich klar, wohin der Hase läuft: "Der McLaren Senna ist für den Straßenverkehr zugelassen, aber von Anfang an entworfen und entwickelt, um auf einer Rennstrecke zu glänzen."

Extremer Leichtbau
Kern des Wagens ist ein sogenanntes Monocage-III-Chassis aus Kohlefaser. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Struktur, die dem McLaren 720S zugrunde liegt. Das Trockengewicht des Senna gibt McLaren mit 1.198 Kilogramm an. In Verbindung mit 800 PS ergibt sich so ein Leistungsgewicht von 668 PS pro Tonne. Zum Design äußert sich der Hersteller wie folgt: "Optisch schockt der McLaren Senna. Der erste Eindruck ist der einer aggressiven, unversöhnlichen Maschine."



Totale Aerodynamik
Wie dem auch sei, alle Elemente der Karosserie dienen dem Zweck der Optimierung von Abtrieb und aerodynamischer Balance. So entstand beispielsweise die hintere Karosserieabdeckung aus den doppelten Anforderungen an Aerodynamik und Kühlleistung, wobei die markanten "Gurney Flaps" vor einer Reihe von abgestuften Lamellen die Luft vom Heck weg an die Karosserieseiten leiten. Der entstehende Niederdruckbereich saugt heiße Luft aus den Hochtemperatur-Kühlern und dem Motorraum an, wobei die Lamellen dafür sorgen, dass der Luftstrom die Effizienz des Heckflügels nicht beeinträchtigt.

Mega-Theke am Heck
Besonders markant ist ein riesiger Heckflügel aus Kohlefaser, der an seinem höchsten Punkt 1,22 Meter von der Straße entfernt ist und sich hydraulisch anpasst. Gleichzeitig fungiert er als Bremsklappe bei starkem Bremsen. Um das Einsteigen zu ermöglichen, klappen sogenannte Dihedral-Türen nach vorne und oben, und öffnen mit einem Teil des Dachs. Sowohl die Türoberseite als auch die untere Hälfte können mit Glas anstelle der serienmäßigen Kohlefaserpaneele ausgeführt werden.

Weniger ist mehr
Innenverkleidungen gibt es im Cockpit nicht, auf Wunsch deckt Alcantara oder Leder die Sitze, das Armaturenbrett und die Seitenairbags ab. Die Bedienelemente hat McLaren auf ein Minimum reduziert, so ist auch das Dreispeichen-Lenkrad frei von Knöpfen und Schaltern. Platz für Gepäck ist nicht wirklich vorgesehen: Hinter den beiden Sitzen befindet sich lediglich ein Stauraum für zwei Helme und zwei Rennanzüge.

Im Zeichen der 800
Hinter den Insassen befindet sich M840TR, ein Biturbo-V8 mit vier Liter Hubraum, 800 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment. Um die Kraftübertragung auf die Hinterräder kümmert sich ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Wer selbst schalten will, kann dies mit langgestreckten Kohlefaser-Wippen am Lenkrad tun. Hinzu kommen drei verschiedene Antriebsmodi und eine hydraulische Federung mit adaptiven Dämpfern. Carbon-Keramikscheiben bremsen den Senna ab.

Premiere 2018 in Genf
Nur 500 Exemplare des Senna werden ab dem dritten Quartal 2018 gebaut, jedes kostet 922.250 Euro. Anfangen zu sparen muss trotzdem niemand, denn alle Fahrzeuge sind bereits verkauft. Wenigstens ansehen kann man sich den Senna und zwar auf dem Genfer Autosalon vom 8. bis zum 18. März 2018.
(rh)

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