zaehlpixel

NAIAS 2017: AMG GT Facelift und neuer AMG GT C Mehr Grill, mehr Power

Affalterbach/Detroit, 9. Januar 2017
2017 feiert AMG sein 50-jähriges Bestehen. Entsprechend massiv werden die Affalterbacher in diesem Jahr auf den Putz hauen. Ein Hybrid-Hypercar mit um die 1.000 PS ist ausgemachte Sache, den Startschuss für die Jubiläums-Festivitäten gibt aber der hauseigene Supersportler AMG GT. Auf der Detroit Auto Show (8. bis 20. Januar 2017) zeigen die Schwaben das erste Facelift ihres V8-Monstrums. Außerdem wird die Modellpalette um das schärfere AMG GT C Coupé erweitert, das künftig zwischen GT S (522 PS) und GT R (585 PS) sitzt. Die GT-Familie wächst damit auf nunmehr sechs Varianten. Sie haben jetzt also die Wahl zwischen dem normalen GT und GT Roadster, dem etwas stärkeren GT S, den viel stärkeren GT C und GT C Roadster sowie dem völlig abstrusen GT R.

Mega-Grill jetzt für alle AMG GT
Ein Facelift nach gerade mal zwei Jahren? Es mag ungewöhnlich erscheinen, aber die Supersportwagenwelt dreht sich schneller denn je und die Modellpflege für den AMG GT fällt auch nicht unbedingt bahnbrechend aus. Offensichtlichstes Anzeichen für den GT-Jahrgang 2017 ist der vieldiskutierte Panamericana-Grill, der vor kurzem in den GT-Roadster-Varianten und dem brachialen GT R Premiere feierte. Nun sind die 15 senkrechten Streben also an vorderster Front eines jeden AMG GT zu sehen. Aus dem Topmodell GT R wandert zudem ein aktives Luftleitsystem in den Bug der normalen GT-Versionen. Lamellen im unteren Bereich der Frontschürze werden von einem Elektromotor bedarfsgerecht gesteuert, je nach dem, ob weniger Luftwiderstand (normaler Betrieb) oder maximale Kühlleistung gefordert sind. Im Zuge dessen haben die schlauen Ingenieure auch gleich noch den Motorölkühler in die Radläufe verfrachtet. Dafür sitzt der Hauptwasserkühler jetzt vorne.

Biturbo-V8 noch stärker
Deutlich mehr Interesse dürfte aber zweifelsfrei die Optimierung des 4,0-Liter-Biturbo-V8 wecken. Im "Einstiegsmodell" AMG GT bringt es der schub- und klanggewaltige Achtender nun auf 476 PS und 630 Newtonmeter. Das sind 14 PS und 30 Newtonmeter mehr als bisher. Der geliftete GT S leistet künftig 522 PS und 670 Newtonmeter. Ein Plus von zwölf PS und 20 Newtonmeter. Für den GT S gibt es – gegen Aufpreis – nun auch die Hinterachslenkung aus dem GT R. Einige neue Ausstattungspakete (sprich: mehr Chrom, Carbon oder Hochglanz-Schwarz), neue Räder sowie eine Rennstrecken-App runden das kleine GT-Facelift ab.

Neues AMG GT C Coupé mit 557 PS
Neu im Programm ist der AMG GT C. Auf dem Pariser Autosalon im Herbst 2016 zerrten die Verantwortlichen um AMG-Chef Tobias Moers bereits die Roadster-Version ins Rampenlicht, auf der NAIAS in Detroit ist nun das Coupé dran. Einige Technik-Goodies wie die breitere Hinterachse und die aktive Hinterradlenkung übernimmt der GT C vom radikalen großen Bruder GT R. Dessen ausladenderes Hinterteil erbt er ebenfalls. Insgesamt schwillt das Gesäß gegenüber den normalen AMG GTs um 57 Millimeter in die Breite. Wie schon beim GT C Roadster steigt die Leistung des Biturbo-V8 auf 557 PS und 680 Newtonmeter. Trotz der üppigen 1.700 Kilo Lebendgewicht reicht das für eine 0-100-km/h-Zeit von 3,7 Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 317 km/h. Der Normverbrauch liegt bei 11,4 Liter. Wie bei Mercedes-AMG üblich, wird der potente Neuzugang mit einer adretten Sonderedition eingeführt. Passend zum anstehenden Jubiläum hört diese auf den Namen "Edition 50" und bietet spezielle Lackfarben, Oberflächen-Finishes und Innenraum-Details. Zu den Preisen für die gelifteten und neuen GT-Modelle hat sich AMG noch nicht geäußert.
(sw)

Zur Bildergalerie (16 Bilder)

Gut informiert mit AutoNEWS: Hier geht es mit einem Klick zum kostenlosen Newsletter

blog comments powered by Disqus