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Seltsam und wunderbar: Der 70er-Jahre AMG 280 GE 5.6 Sport Das ist die irre AMG-G-Klasse von 1979

Affalterbach, 10. November 2017
Auf der Automesse NAIAS in Detroit wird Anfang Januar 2018 die neue Mercedes G-Klasse vorgestellt. Ja wirklich, eine NEUE G-Klasse. Die Vorfreude bei den zahlreichen Fans dürfte riesig sein. Vor allem auch, weil wieder wahnwitzige AMG-Versionen zu erwarten sind. AMG und die G-Klasse – das war gerade in der jüngeren Vergangenheit eine beindruckende und so nicht vorhersehbare Erfolgsgeschichte. Mehr als die Hälfte der aktuell verkauften G-Klassen trägt das Logo aus Affalterbach auf dem kastigen Heck. Was die wenigsten wissen dürften: Bereits 1979 gab es einen G mit AMG-Würze. Und was für einen.

Zeigen, was man kann
Der AMG 280 GE 5.6 Sport entstand während des ersten Jahres der G-Klasse-Produktion (damals bei Stey-Daimler-Puch in Österreich). Vermutlich, um zu zeigen, was die zu dieser Zeit noch relativ junge AMG-Abteilung so drauf hat. Um dieses Auto in den richtigen Kontext zu rücken: Es war die Zeit, als AMG sich hauptsächlich auf Rennwagen und Einzelstücke wie den 1974er 300SL AMG fokussierte.

300 PS und 200 km/h
Schon damals arbeitete man bei AMG sehr gerne an V8-Motoren. Da passt es ganz gut ins Bild, dass man den 5,6-Liter-Achtzylinder aus der S-Klasse – in den späten 1970ern war das der zweitstärkste Motor im Mercedes-Portfolio – entnahm, um ihn in den Motorraum der ersten G-Klasse zu stopfen. Vor beinahe 40 Jahren müssen 300 PS, 455 Newtonmeter und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h noch exotischer geklungen haben als die 630 PS, die ein Mercedes-AMG G 65 heutzutage ausspuckt.

Heute etwas dubios
Und was hat es mit dem knalligen Interieur oder dem arg dubiosen Gesicht des Autos auf sich? Mit der roten Lederausstattung, den XXL-Kotflügeln, den goldenen Rädern oder der anrüchigen Kombination aus güldenem W123-Grill und W116-Scheinwerfern? Nun, ein offiziell werksgetuntes Mercedes-Produkt war diese affalterbacher G-Klasse damals noch nicht. Einen Kooperationsvertrag mit der heutigen Mutter Daimler gab es erst ab 1990. Gerüchten zufolge wurde der AMG 280 GE 5.6 Sport in sehr limitierter Stückzahl für Kunden im mittleren Osten produziert. Die AMG-Versionen der kommenden G-Klasse werden keiner strengen Limitierung unterliegen. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit den bekannten 4,0-Liter-Biturbo-V8 erhalten, der in anderen Mercedes-Baureihen bis zu 612 PS und 900 Newtonmeter leistet.
(sw)

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