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2018er-Modellpflege ist eher ein Modellpflegchen Mercedes bringt das C-Klasse-Facelift

Stuttgart, 14. Februar 2018
Ein bisschen Straffen, ein bisschen Glätten, einmal feucht durchwischen und dann noch neu möblieren. Mercedes verbindet Schönheits-OP mit Frühjahrsputz. Die Schwaben verpassen der C-Klasse ein Facelift. Die große Nachricht zuerst: Bei den Motoren tut sich nichts. Jedenfalls verliert Mercedes (bislang) kein Wort darüber. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass die C-Klasse motorisiert sein wird und, dass diese Motoren ihre Energie aus dem Verbrennen fossiler Treibstoffe gewinnen. Und aus Strom. Die Hybride werden ebenfalls bleiben. Ansonsten sind die Veränderungen subtil. Beispielsweise beim Licht: Halogen-Lampen bleiben Serie, allerdings stehen nun optionale Multibeam-LEDs zur Verfügung. In jedem Scheinwerfer sitzen 84 einzeln ansteuerbare LEDs, die eine elektronisch gesteuerte Anpassung des Lichts an die aktuelle Verkehrssituation ermöglichen. Die Lampen selbst wurden ebenfalls neu gestaltet und besitzen nun die Funktionen Kreuzungslicht, Kreisverkehrlicht, Citylicht und Schlechtwegelicht.

Die Neuheiten stecken im Detail
Außen gehört der Diamantgrill der AMG-Line zu den Neuheiten. Darüber hinaus wurden die Frontstoßfänger aller Ausstattungsvarianten neu gestaltet. Jetzt denken Sie wahrscheinlich: "Wow, heißer Scheiß! Gibt es noch mehr winzige, beinahe unbedeutende Veränderungen?" Aber Hallo! Der Frontstoßfänger besitzt entweder eine silberne Zierleiste (Serie), eine verchromte Zierleiste (in Kombination mit Avantgarde Exterieur) oder eine dreiteilige Chromleiste (Exclusive Exterieur).

Jetzt mit pneumatischen Sitzen
Bedeutsamer ist dieser Punkt auf der Neuheitenliste: Limousine und T-Modell werden in den neuen Farben Mojavesilber metallic und Smaragdgrün metallic erhältlich sein. Wir empfehlen Grün. Ein bisschen Farbe hat noch nie geschadet. Wer sich bei Grün am geringen Silberanteil stört, kann immer noch Silber nehmen. Übrigens: Die Start-Stopp-Taste wurde neu designt und besitzt jetzt eine Turbinen-Optik. Potzblitz! Was wirklich gut sein könnte, besonders für alle Rückenleidenden, ist das neue Multikontursitz-Paket. Durch eine elektrisch angetriebene Pneumatikpumpe lassen sich die Seitenwangen und die Lordosenstütze individuell einstellen. Für einen Massageeffekt im Lendenwirbelbereich pulsieren Luftkammern in Wellenbewegungen über den Rücken. Die pneumatischen Funktionen des Sitzes werden über das Multimedia-System bedient.

Erstmals mit 16:9-Display
Beim Anzeigekonzept greift Mercedes ins S-Klasse-Regal. Das neue, digitale 12,3-Zoll-Instrumenten-Display kann in drei unterschiedlichen Stilen (Classic, Sport und Progressive) bespielt werden. Auf Wunsch gibt es dazu erstmals einen hochauflösenden Zentralscreen im 16:9-Format mit 10,25-Zoll-Bildschirmdiagonale und einer Auflösung von 1.920 x 720 Pixeln. Bei den Assistenz-Funktionen schüttet Mercedes so ziemlich alles über der C-Klasse aus, was gerade rumliegt. Allerdings war das zuletzt bei E- und S-Klasse auch nicht anders. Bei der C-Klasse sind die Sensoren neuer oder überarbeitet und ein aktiver Brems-Assistent ist serienmäßig an Bord.

Eine kleine E-Klasse
Zusammengefasst: Die gefaceliftete C-Klasse kann alles, was die alte konnte – nur besser. Also im Prinzip, wie die E-Klasse. Das klingt ziemlich gut, wir hätten dennoch etwas mehr erwartet (MBUX? Irgendwelche neuen Motoren?). Vor allem, weil selbst Mercedes die C-Klasse als wichtiges Volumenmodell bezeichnet. 2017 wurden weltweit über 415.000 Modelle verkauft. Da stellt sich die Frage: Wo bleiben Antriebe mit Kryptonit-Einspriztung und der Einparkassistent per Telekinese? Naja, vielleicht kommt noch was.
(dh)

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