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Mercedes bringt den CLS Shooting Brake Feiner laden

Stuttgart, 2. Juli 2012
Mercedes zeigt wieder einmal Mut zur Lücke und präsentiert mit dem CLS Shooting Brake eine bis dato noch ungewohnte Karosserieform. Dafür wird dem CLS, der als Vorreiter im Segment der viertürigen Coupés gilt, ein elegantes Kombiheck verpasst. Entstanden ist ein Luxus-Reisewagen, der auf den ersten Blick recht geduckt wirkt. Dazu tragen eine lange Motorhaube, eine schmale Fensterpartie und ein sanft nach hinten abgleitendes Dach bei. Besonders auffällig sind schmale D-Säulen, die im flach abfallenden Heck enden. Mit einem normalen Nutzwert-Kombi hat diese Form nur wenig zu tun und auch der Stauraum ist kein Tanzsaal: Hinter die stets elektrisch bedienbare Klappe passen zwischen 590 und 1.550 Liter Gepäck, das unter einer Abdeckung verborgen werden kann. Die Rücksitzlehnen lassen sich vom Ladeabteil aus umlegen, die Kopfstützen der drei Sitze im Fond sind auf Knopfdruck vom Fahrerplatz aus versenkbar.

Teppich oder Yachtholz-Boden
Das Gepäck reist standesgemäß im eleganten Lade-Salon: Er ist mit handvernähtem Teppich ausgeschlagen, der in Verbindung mit einer Lederausstattung auch die Bordwand verkleidet. Wer mag, kann noch eine Portion Eleganz draufschlagen und einen handgearbeiteten Kirschbaumholz-Boden ordern. Dann erinnert die Fläche an die Holzdecks von Yachten. Damit die Urlaubskoffer nicht unkontrolliert herumrutschen, verfügt der Boden über aufwändig hergestellte Aluminiumleisten mit gebürsteter Oberfläche und Gummieinlegern.

Individuelle Inneneinrichtung
Die restliche Inneneinrichtung ist ähnlich wie beim CLS wählbar. Kunden haben die schwere Wahl zwischen fünf Interieurfarben, fünf Zierteil-Ausführungen sowie drei Lederqualitäten und müssen außerdem festlegen, ob sie Wurzelnuss braun glänzend, Esche schwarz glänzend oder Pappel hellbraun seidenmatt für die Holzzierteile möchten. Möglich sind aber auch AMG-Zierelemente in Karbon in Kombination mit schwarzem Klavierlack oder die neue Innenausstattung "Porzellan".



Zwei Diesel, zwei Benziner
Der CLS Shooting Brake ist mit vier Motorisierungen lieferbar – zwei Dieselantrieben und zwei Benzinern. Das Einstiegsmodell ist der CLS 250 CDI. Sein 204 PS starker Vierzylinder-Dieselmotor soll nur 5,3 Liter auf 100 Kilometer verbrennen. Darüber stehen die beiden Sechszylinder CLS 350 CDI mit 265-PS-Diesel und der Benziner CLS 350 mit 306 PS. Das Topmodell ist der 408 PS starke CLS 500 mit V8-Biturbo-Ottomotor. Allen Motoren werden an eine 7G-Tronic gekoppelt und verfügen über eine Start-Stopp-Funktion. Der CLS 350 CDI und der CLS 500 sind mit dem Allradantrieb 4Matic kombinierbar.

Voll-LED-Scheinwerfer bestellbar
Der Shooting Brake hat ab Werk eine Luftfederung hinten. Um den Verbrauch niedrig zu halten, kommt die elektromechanische Servolenkung EPS (Electric Power Steering) serienmäßig zum Einsatz. Dadurch kann auch ein Park-Lenkassistent, der Parklücken erkennt und selbstständig einparkt, angeboten werden. Außerdem sind dynamische Voll-LED-Scheinwerfer bestellbar. Zu den Fahr-Assistenzsystemen gehören ein Totwinkel-Assistent und ein Spurhalte-Assistent. Beide sind im Fahrassistenz-Paket Plus in Kombination mit einem Abstandstempomaten und dem Pre-Safe-Bremssystem erhältlich. Die beiden Helferlein können nicht nur unbeabsichtigte Spurwechsel oder Fahrzeuge im toten Winkel erkennen, sondern auch per sanftem Bremseingriff die Fahrtrichtung korrigieren, wenn der Fahrer die optische oder sensorische Gefahrenwarnung ignoriert.

Etwa 60.000 Euro
Die exakten Preise für den Mercedes CLS Shooting Brake hat Mercedes noch nicht mitgeteilt, das Kombi-Coupé soll aber ausstattungsbereinigt etwa genausoviel kosten wie das CLS Coupé. Dieses ist ab 59.857 Euro zu haben. Bestellbar ist das Auto ab dem 18. Juli 2012, die ersten Exemplare sollen im Oktober 2012 ausgeliefert werden.

Shooting Brake: So entstand der Name
Break oder gleich lautend Brake nannte man auf englisch früher Fuhrwerke, die man verwendete, um den Widerstand ungezähmter Pferde zu brechen (to break) und ihren Bewegungsdrang zu bremsen (to brake), damit sie als Arbeitspferde nutzbar wurden. Da die Fuhrwerke dabei leicht kaputt gehen konnten, verwendete man keine, die man für andere Zwecke benötigte. Man versah die Breaks/Brakes meist mit leichten, oftmals variablen Aufbauten, die beispielsweise nur dazu dienten, das zur Jagd Nötige mitzuführen. Ein solches Fahrzeug, mit dem man zum Schießen (shooting) fuhr, nannte man Shooting Brake oder Shooting Break. In den 60er und 70er Jahren wurden in Großbritannien motorisierte Shooting Brakes populär – exklusive zweitürige Sportwagen, die den Stil eines Coupés mit mehr Gepäckraum und großer Heckklappe verbanden.
(hd)

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