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Vision Mercedes-Maybach 6 Cabriolet in Pebble Beach Mega-Cabrio von Maybach

Monterey (USA), 19. August 2017
Zu den Höhepunkten für Auto-Liebhaber zählt die "Monterey Car Week" in Kalifornien, die vom 15. bis zum 20. August 2017 stattfindet. Ihre Krönung ist am letzten Tag der Pebble Beach Concours d`Elegance. Vor besagter Strandkulisse hatte Mercedes im vergangenen Jahr den gigantischen Mercedes-Maybach 6 vorgestellt. Jetzt folgt die Cabrioversion der Studie.

Gewaltig unter Strom
Sie hört auf den Namen "Vision Mercedes-Maybach 6 Cabriolet" und ist sowohl in den Abmessungen als auch beim Antrieb mit der geschlossenen Variante identisch. Das bedeutet: vier Elektromotoren, ein flacher Akku im Unterboden und eine Gesamtleistung von 550 Kilowatt entsprechend 750 PS. Als Reichweite werden über 500 Kilometer in den Raum gestellt. Mit bis zu 350 Kilowatt Ladeleistung soll innerhalb von fünf Minuten Strom für 100 Kilometer gespeichert werden. Genügend Akkus passen mit Blick auf die gewaltige Größenordnung des Cabrios locker hinein. Eine Länge von 5,70 Meter trifft auf eine Breite von 2,10 Meter und eine Höhe von 1,34 Meter.

Riesige Räder
Der Zweisitzer soll laut Mercedes an die Zeit der handgefertigten, exklusiven Cabriolets erinnern. Chefdesigner Gorden Wagener spricht von einer Steigerung des "modernen Luxus zu ultimativem Luxus". Optisch auffällig sind die dunkelblaue Lackierung und die extrem lange Motorhaube. Chromleisten sitzen auf der Kotflügelkante sowie mittig auf dem Heckdeckel. Mächtig Eindruck schinden 24-Zoll-Leichtmetallräder und das lang auslaufende Heck im Yacht-Stil. Zu guter Letzt wurden in das Stoffverdeck Roségoldfäden eingewebt.

Kommt ein großer Maybach?
Innen mixt Mercedes-Maybach weißes Nappaleder in Rautenmuster mit einem Mix aus digitalen und analogen Instrumenten. Auf der Frontscheibe befinden sich zwei Head-up-Displays, biometrische Sensoren erfassen den Gemüts- und Gesundheitszustand der Passagiere. Steigt der Blutdruck mancher Millionäre jetzt schon an? Noch ist die Zukunft der beiden Maybach-Studien offen. Aber Mercedes weiß, dass in der Käuferschicht der extrem Wohlhabenden viel Geld zu holen ist. Eben jene Millionäre und Milliardäre wollen sich bewusst abheben. Eine aufgepeppte S-Klasse, wie sie Mercedes-Maybach bislang anbietet, reicht da nicht. BMW zeigt, wie es geht: Hier der luxuriöse 7er, dort der ultimativ prunkende Rolls-Royce Phantom. Die Abmessungen des Phantom sind ähnlich zu den beiden Maybach-Studien. Doch Mercedes dürfte aus dem Flop des eigenständigen Maybach, der zu sehr nach S-Klasse aussah, gelernt haben. Lange Rede, kurzer Sinn: Exakt so werden wir die Super-Sechser nicht wiedersehen, wohl aber die Idee dahinter.
(rh)

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