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Mögliche Vergleichsvereinbarung im Diesel-Skandal Zahlt VW Milliarden-Strafe in den USA?

Wolfsburg, 11. Januar 2016
Es gibt Neuigkeiten im Zusammenhang mit der VW-Diesel-Affäre in den USA. Der deutsche Hersteller steht in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem US-Justizministerium sowie der amerikanischen Zollbehörde. Außerdem bestätigte die Volkswagen AG nun eine geplante Bußgeldzahlung in Milliardenhöhe.

4,3 Milliarden US-Dollar
Ziel der Gespräche mit den Behörden sei es, einen Abschluss von Vergleichsvereinbarungen über die Beilegung strafrechtlicher Untersuchungen und zivilrechtlicher Bußgeldverfahren zu erreichen. VW habe daher einen Vergleich ausgehandelt, der Bußgeld- und Strafzahlungen in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar – umgerechnet also rund 4,1 Milliarden Euro – sowie striktere Kontrollsysteme und die Bestellung einer unabhängigen Aufsichtsperson für die nächsten drei Jahre beinhalte.

Was passiert als nächstes?
Ob es tatsächlich zu dem angestrebten Vergleich kommt, ist allerdings noch offen. Zuerst müssen Vorstand, Aufsichtsrat und weitere Konzern-Organe dem zustimmen. Außerdem stehen noch eine genaue Ausfertigung der zuständige US-Behörden sowie die Genehmigungen der jeweiligen US-Gerichte aus.

Die finanziellen Auswirkungen
Würde es schließlich zu dem geplanten Vergleich kommen, könnten die Zahlungsverpflichtungen zu einem finanziellen Aufwand führen, welcher die bestehenden Rückstellungen von VW übersteigt. Wie hoch die Belastung für das Jahresergebnis 2016 sein wird, lässt sich laut VW zum bisherigen Zeitpunkt noch nicht festlegen. Auch die Porsche SE – eine Holding, einst zum Kauf von VW gegründet – dürfte unter dem Vergleich leiden. Die Gesellschaft hält rund 31 Prozent an der Volkswagen AG. Daher sei es nicht ausgeschlossen, dass durch den Vergleich der prognostizierte Ergebniskorridor für das Geschäftsjahr 2016 unterschritten werde.
(mf)

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