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Neue Marke des VW-Konzerns für nachhaltige Mobilität Moia macht mobil

Wolfsburg/London, 5. Dezember 2016
Bereits vor einiger Zeit hatte der Volkswagen-Konzern seine Zukunftsstrategie für das Jahr 2025 enthüllt. Ein wichtiger Bestandteil ist der Geschäftsbereich für Mobilitätsdienstleistungen. Dafür hat Volkswagen eine 13. Konzernmarke ins Leben gerufen: Moia.

Mit neuem Namen in die Zukunft
Lange hatte man in Wolfsburg das grob mit "Carsharing" überschriebene Geschäftsfeld stiefmütterlich behandelt, während die Konkurrenz vorlegte: BMW hat "DriveNow", Mercedes "Car2Go" und Opel startet 2017 mit "Maven" in einigen deutschen Ballungszentren. Mit Moia geht Volkswagen in die Offensive, denn Konzernchef Matthias Müller merkt, wohin der Hase läuft: "Auch wenn künftig nicht mehr jeder ein eigenes Auto besitzen wird, wollen wir mit Moia dazu beitragen, dass jeder auf die eine oder andere Art Kunde unseres Unternehmens sein kann", so Müller bei der Markenpräsentation in London. Diese Maßnahme soll sich für den Konzern auszahlen: Bis 2025 möchte der Konzern einen "substantiellen Teil des Umsatzes" durch den neuen Geschäftsbereich machen.

Fahrten auf Knopfdruck
Das neue VW-Unternehmen wird seinen Sitz in Berlin haben, CEO Ole Harms ist in der Startphase bis Ende 2017 der Chef von etwa 50 Beschäftigten. Im Blick hat man zwei große Geschäftsfelder: Zum einen die Fahrtenvermittlung per App, das sogenannte "Ride Hailing". Hier hat sich Volkswagen schon länger an der Firma Gett beteiligt, die zu den weltweit führenden Anbietern in diesem Bereich zählt. Nutzer der Gett-App können bislang in über 100 Städten weltweit per Knopfdruck Fahrten, Lieferdienste oder Logistikleistungen buchen.

Unterwegs im Kollektiv
Zum anderen befasst sich Moia mit dem "Pooling". Vereinfacht geht es um Fahrgemeinschaften, Moia selbst spricht von "ganzheitlichen Transportlösungen", um unnötige Einzelfahrten im Individualverkehr zu vermeiden. Dieser Ansatz soll vor allem im Stadtgrenzen-übergreifenden Verkehr genutzt werden. Erste Pilotprojekte sollen noch 2017 starten. Berichten zufolge will Moia langfristig zudem ein elektrisches Fahrzeug für das "Pooling" konzipieren.
(rh)

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