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Ferngesteuerter Nissan GT-R in Silverstone Videospiel trifft auf Realität

Silverstone (Großbritannien), 11. Oktober 2017
Am 18. Oktober 2017 soll die Rennsimulation "Gran Turismo Sport" für die PlayStation 4 erscheinen. Durch die neuesten Teaservideos wissen wir, dass die Grafik des Videospiels atemberaubend werden dürfte. Mit der Realität kann sie aber noch nicht mithalten. Um die immer diffuser werdende Grenze zwischen digitaler und realer Welt zu verdeutlichen, hat Nissan beschlossen, einen echten GT-R so zu modifizieren, dass er sich mit einem Controller der Sony-Spielekonsole fernsteuern lässt. Vorhang auf für den GT-R/C.

Vier Roboter übernehmen die Arbeit im Cockpit
"R/C" steht übrigens für "Remote Control", also "fernstegeuert". In dem Wagen übernehmen vier Roboter alle Aufgaben – lenken, bremsen, beschleunigen, schalten. Sie erhalten ihre Befehle über Funk und reagieren bis zu 100 Mal pro Sekunde auf die neuesten Signale. Ein Computer interpretiert die Befehle, so dass sie von allen Bordsystemen verstanden werden. Die Funkreichweite beträgt einen Kilometer. Falls der "Fahrer" dennoch ausfallen sollte oder er die Kontrolle verliert, können zwei weitere Piloten auf die Steuerung zugreifen, um den Motor abzuschalten und die Bremsen zu betätigen.

211 km/h Spitze, 122 km/h im Durchschnitt
Um aber zu beweisen, dass all die Umbauten nicht nur theoretisch funktionieren, wurde der GT-R/C (beziehungsweise der Controller) an den Nismo-Rennfahrer Jann Mardenborough übergeben. Aus einem Hubschrauber, der dem Wagen folgte, steuerte der ehemalige GT-Academy-Sieger dann den GT-R/C und beschleunigte ihn auf maximal 211 km/h. Er erreichte außerdem eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 122 km/h und die schnellste fliegende Runde auf dem 2,6 Kilometer langen Rundkurs wurde mit 1:17 Minuten gemessen. Zum Vergleich: Der Schnitt für Rennwagen mit Fahrer hinter dem Steuer liegt bei 134 km/h.
(ml)



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