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Opel Insignia GSi mit 260 PS Kein OPC, aber ziemlich schnell

Rüsselsheim, 19. Juli 2017
Große Lufteinlässe, ein auffälliger Heckspoiler, Brembo-Bremsen und Schalensitze: Der neue Opel Insignia GSi ist ein Auto für Liebhaber einer sportlichen Optik, aber er hat auch ein paar Elemente, die ihn schneller machen.

Sportlicheres Fahrwerk
Den sonst stets mitgenannten Beinamen Grand Sport lässt Opel bei dem neuen Modell weg, doch basiert der GSi auf der Limousine. Das adaptive Flexride-Fahrwerk ist bei der neuen Ausstattung serienmäßig. Das Chassis ist hier aber sportlicher abgestimmt: Kürzere Federn legen den Wagen einen Zentimeter tiefer, spezielle Stoßdämpfer reduzieren die Karosseriebewegungen. Der GSi bietet auch einen Competition-Modus: Wird der ESP-Knopf zweimal gedrückt, werden größere Gierwinkel bei ausgeschalteter Traktionskontrolle möglich. Dazu kommen 20-Zoll-Aluräder mit Michelin-Sportreifen. Für die Verzögerung sorgen Brembo-Vierkolbenbremsen, die Lenkung wurde neu abgestimmt.

Chrom vorne, Spoiler hinten
Zur sportlichen Optik gehören große, chromgerandete Lufteinlässe vorne sowie ein besonders auffälliger Heckklappenspoiler und parallelogrammförmige Auspuffendrohre. Innen gibt es einen eigens für den GSi entwickelten Integralsitz mit Lederbezug, ein unten abgeflachtes Sportlenkrad und Alu-Pedale. Der Sitz verfügt über Ventilation, Heizung und Massagefunktion sowie verstellbare Seitenwangen.

Antrieb: Der bekannte 280-PS-Turbo
Beim Antrieb bietet der GSi zunächst nichts Neues: Unter der Haube werkelt der bekannte 2,0-Liter-Turbo mit 260 PS in Kombination mit Allradantrieb und Achtgang-Automatik. Hinzu kommen soll allerdings noch ein neuer, starker Diesel – auf der Selbstzünderseite reicht die Palette derzeit nur bis 170 PS. Wer sich vom GSi einen Antrieb im Sinne des alten Insignia OPC erhofft hat, wird jedenfalls enttäuscht. Letzterer wurde von einem 325 PS starken V6 angetrieben und schaffte den Standardsprint in 6,0 Sekunden. Den Sprintwert des GSi nennt Opel nicht, er dürfte aber identisch mit den anderen Insignia Grand Sport 2.0 DIT 4x4 Automatik sein, also 7,3 Sekunden.

Auf der Nordschleife schneller als der alte OPC
Doch laut Opel-Sport-Chef Volker Strycek soll der Insignia GSi auf der Nordschleife deutlich schneller sein als der alte OPC. Denn der Neuling wiegt laut Hersteller 160 Kilo weniger als ein vergleichbarer Insignia 2.8 V6 Turbo OPC. Der alte OPC wog als fünftürige Limousine 1.843 Kilo, der GSi dürfte also auf etwa 1.680 Kilo kommen. Das mag hinhauen, denn Opel gibt das Leergewicht des Insignia Grand Sport 2.0 DIT 4x4 Automatik mit 1.649 Kilo an. Bei den Schleifenzeiten helfen laut Opel auch der tiefere Schwerpunkt sowie die über einen weiten Drehzahlbereich nutzbare Kraft bei bester Traktion.

Ab Oktober bestellbar
Der Allradantrieb bietet (bei allen neuen Insignia-4x4-Varianten) ein Torque-Vectoring: Statt eines Differenzials hat der Wagen zwei Kupplungen an der Hinterachse, die die Kraft je nach Bedarf auf das kurvenäußere oder das kurveninnere Rad verteilen. Die neue Insignia-Variante hat Weltpremiere auf der Frankfurter IAA (14. bis 24. September 2017) und ist ab Mitte Oktober 2017 bestellbar. Den Preis verrät Opel noch nicht. Bisher gab es den Insignia Grand Sport 2.0 DIT 4x4 Automatik ab 41.500 Euro (als Edition).
(sl)

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