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Sondierungsgespräche bestätigt Opel-Übernahme durch PSA?

Paris/Detroit, 14. Februar 2017
Der französische PSA-Konzern, zu dem Peugeot, Citroën und DS gehören, erwägt den Kauf von Opel und dem britischen Ableger Vauxhall. Dies bestätigen nun die PSA-Gruppe und Opels Mutterkonzern General Motors. Zuvor hatte unter anderem die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung über Sondierungsgespräche berichtet.

Alte Verkaufsrekorde nicht mehr erreicht
PSA und die General-Motors-Tochter hatten bereits seit 2012 eine Allianz gebildet. So beruhen der Peugeot 3008 und der Opel Grandland X sowie der Peugeot 2008 und der Opel Crossland X jeweils auf der gleichen Basis. Opel schreibt bereits seit einigen Jahren rote Zahlen. Zuletzt hatte der amerikanische Mutterkonzern im Jahr 2013 vier Milliarden Euro in Opel und Vauxhall investiert. Dies machte Modelle wie den Mokka, den Adam und den Cascada möglich. Bei den Verkaufszahlen in Deutschland hat das allerdings nur bescheidene Fortschritte gebracht. Zwar wurde die Talsohle von 2013 (207.000 verkaufte Autos in Deutschland) bald durchschritten, und 2016 konnten schon wieder über 243.000 Neuzulassungen gemeldet werden. Doch an die alten Verkaufsrekorde – 1996 wurden über 550.000 Fahrzeuge in Deutschland verkauft – kam Opel bei weitem nicht mehr heran.

Verluste schon seit langem
Auch schreibt Opel seit Jahren nur noch rote Zahlen. Kürzlich hatte General Motors für Europa einen Verlust von 0,3 Milliarden Dollar im Jahr 2016 gemeldet. Dies wurde mit dem Brexit und der darauf folgenden Schwäche des Britischen Pfunds gegenüber dem US-Dollar begründet. Folgeprobleme würden das Ergebnis wohl auch 2017 belasten, hieß es. Man wolle diesem Gegenwind aber durch neue Modelle wie die frische Insignia-Generation, den Ampera-e sowie Crossland X und Grandland X überwinden. Nun zieht GM offenbar aber die Notbremse und will den Verlustbringer loswerden. Die Börsen finden das offenbar gut: Sowohl der Kurs von GM als auch der von PSA zogen nach den Pressemeldungen an. Laut PSA ist eine Übernahme von Opel und Vauxhall jedoch noch keineswegs beschlossene Sache. Es bleibt also spannend.
(sl)

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