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Verrückte Autos prägen die Geschichte des Männer-Magazins Playboy wurde nach Autohersteller benannt

Los Angeles (USA), 2. Oktober 2017
Der legendäre Gründer und Chefredakteur des Playboy-Magazins Hugh Hefner starb vergangene Woche im Alter von 91 Jahren. Während Hef nicht unbedingt als Automobilenthusiast bekannt war, war sein Leben doch von diversen Traumboliden und extravaganten Schlitten geprägt. Und was die wenigsten wissen werden: Der Name seines berühmten Imperiums wurde von einem eher kurzlebigen Autohersteller inspiriert.

Playboy als Automarke
Die Playboy Automobile Company wurde 1947 in Buffalo, New York gegründet. Obwohl nicht annähernd so erfolgreich wie andere amerikanische Autohersteller, die vor oder nach ihm kamen, baute der seriöse, kleine Hersteller immerhin eine Handvoll Autos, bevor er sich im Jahr 1951 aus dem Geschäft zurückzog. Insgesamt wurden zwischen 1947 und 1951 genau 97 Automobile produziert. Einziges Modell war der Playboy A48. Unter der Haube mühte sich ein Vierzylinder mit 38 PS, der das Auto auf 121 km/h Höchstgeschwindigkeit beschleunigte. Mit einem Radstand von nur 2,29 Meter und einer Gesamtlänge von lediglich 3,94 Meter war der Continental für amerikanische Verhältnisse geradezu winzig. Das Magazin, das bald darauf folgte, war alles andere als das.

Ein unerwarteter Tipp
Das Playboy Magazine wurde 1953 aus der Taufe gehoben. Der Name stammt angeblich von einer Mitarbeiterin der Playboy Automobile Company, die dem Freund ihres Sohnes vorschlug, er solle sein neues Magazin doch "Playboy" nennen. Dieser Freund war Hugh Hefner. Wie der Automobilhersteller, nach dem es benannt ist, hatte das Magazin ein stark maskulin geprägtes Publikum im Visier. Die Lifestyle-Marke für Männer war eine der ersten ihrer Art – aber es ging beileibe nicht nur um schöne Frauen. Autos waren ein integraler Bestandteil der Playboy-Persönlichkeit, insbesondere im Zusammenhang mit dem Playmate-of-the-Year-Award, der jährlich ab Mitte der 60er Jahre verliehen wurde.

Schräge Autopreise
Das erste Playmate des Jahres war Lisa Winters anno 1953. Doch erst 1964 begann das Unternehmen, neben der Auszeichnung auch einen Fahrzeugpreis zu vergeben. Donna Michelle war die erste, die 1964 als Playmate of the Year mit einem Auto belohnt wurde. Es handelte sich um einen kitschig-hellrosanen Ford Mustang mit einem 289-Kubik-Inch-V8. Von diesem Zeitpunkt an durfte sich jedes Playmate des Jahres über ein neues Auto freuen. Diese waren in puncto Schrulligkeit teils nur schwer zu übertreffen. 1988 etwa erhielt India Allen ein ziemlich seltsames Lamborghini Countach Roadster-Kit Car. 1995 wurde Julie Lynn Cialini mit einem Eagle Talon "belohnt". Die jüngste Gewinnerin des Playmate-of-the-Year-Award, Eugena Washington durfte 2016 immerhin einen brandneuen Fiat 124 Spider mit nach Hause nehmen. Weitere "einzigartige" Gewinne waren ein Mazda 6 im Jahr 2009, ein Shelby Series 1 im Jahr 1998, ein rosa Volvo P1800 im Jahr 1973 oder ein knallpinker Plymouth Barracuda im Jahr 1967.

Einfluss auf die Auto-Geschichte
Allerdings war auch Hugh Hefner selbst für seine beeindruckende Fahrzeugauswahl bekannt. Die Playboy Mansion wurde oft mit einem 1969er Mercedes-Benz 600 Pullman in der Einfahrt fotografiert, typischerweise zusammen mit einem Maserati Ghibli der ersten Generation oder einem Mercedes 300 SL Roadster. Neben dem Playmate-of-the-Year-Award und dem alljährlichen Car-of-the-Year-Award (mit Gewinnern wie dem Porsche 911 Carrera GTS im Jahr 2015 oder dem Jaguar F-Type im Jahr zuvor) festigte auch das starke Engagement im Motorsport das Standing des Magazins – und Hefners – als einflussreiche Größe in der Automobilgeschichte.
(sw)

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