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Coupé mit starkem Plug-in-Hybrid als erstes Auto der Elektromarke Polestar 1: Der etwas andere Volvo

Shanghai (China), 17. Oktober 2017
Der stärkste Volvo ist keiner. Aber irgendwie doch. In China wurde jetzt das erste Modell der neuen Automarke Polestar vorgestellt. Einst als schwedische Tuningfirma gegründet, dann von Volvo als Bezeichnung für leistungsstarke Fahrzeuge genutzt, wird Polestar (englisch für "Polarstern") künftig zur noblen Elektro-Submarke der Schweden.

Eleganter Zweitürer
Das erste Model heißt ganz unprosaisch Polestar 1 und ist ein klassisches Coupé mit optischen Anleihen beim Volvo S90. Wie dieser basiert der Polestar 1 auf der skalierbaren SPA-Plattform, ist aber mit 4,50 Meter über einen halben Meter kürzer. Auch der Radstand wurde deutlich gekürzt, gleiches gilt für den hinteren Überhang. Die Karosserie besteht weitgehend aus Kohlefaser. Hinzu kommt ein Fahrwerk mit aktiv gesteuerten Dämpfern, durch die der Pilot die Fahrwerkseinstellungen auch im Auto verändern kann. An Bord ist außerdem eine Bremsanlage mit 400-Millimeter-Scheiben.

Dreifach-Herz mit Dampf
Im Gegensatz zu den weiteren Modellen, die Polestar bis 2021 plant, ist die Nummer Eins kein reines Elektroauto, sondern ein sehr starker Plug-in-Hybrid. Zwei Elektromotoren mit insgesamt 160 Kilowatt gleich 218 PS Leistung ermöglichen bis zu 150 Kilometer elektrisches Fahren. Hinzu kommt unter der Haube ein Zweiliter-Benziner. Die Systemleistung gibt Polestar mit 441 Kilowatt gleich 600 PS an. Beeindruckend ist das maximale Drehmoment von 1.000 Newtonmeter.

Produktion in China
Bestellbar ist der Polestar 1 ab sofort, die Produktion startet aber erst Mitte 2019 in China. Dort werden alle Polestar-Modelle gemeinsam mit zwei Unternehmen des Volvo-Mutterkonzerns Geely gefertigt, die Anlagen dafür sollen bis Mitte 2018 fertiggestellt sein. 640 Millionen Euro fließen in das Polestar-Projekt.

Abo statt Kauf
Pro Jahr sollen maximal 500 Polestar 1 gebaut werden, einen klassischen Verkaufspreis gibt es nicht. Stattdessen wird eine monatliche Abonnement-Rate fällig, in der Versicherung und Wartung inklusive sind. Während der Laufzeit von bis zu drei Jahren sind Hol- und Bringdienste zur Werkstatt inklusive, ebenso kann Zubehör wie eine Dach-Skibox geliefert und montiert werden. Zudem lassen sich Mietwagen für bestimmte Zeiträume ordern. Das Smartphone wird zum Schlüssel, um Concierge-Bringdiensten das Kommando über das Auto zu ermöglichen. Nach Ablauf des Abos bereitet Polestar den Wagen auf und bietet ihn dann anderen Kunden in einem weiteren Abovertrag an.

Zwei weitere Polestar bis 2021
Wie geht es für Polestar weiter? Von 2019 bis 2021 sollen insgesamt fünf rein elektrische Fahrzeuge von Volvo und Polestar auf den Markt kommen. Den Anfang macht der Polestar 2. Das Mittelklassefahrzeug ist als Kontrahent des Tesla Model 3 gedacht, die Produktion soll mit einer höheren Auflage als beim Polestar 1 Ende 2019 starten. Der Polestar 3 befindet sich in der abschließenden Designphase, hier spricht Volvo nur von einem "großen SUV-ähnlichen Elektroauto."
(rh)

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