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Vierzylinder im Boxster/Cayman zu fad? Hier kommt mehr Power Porsche Boxster und Cayman GTS sind hier

Zuffenhausen, 18. Oktober 2017
Unabhängig davon, dass 718 Boxster und Cayman großartige Autos sind, hat Porsche für den Tausch vom Sechszylinder-Sauger zum Vierzylinder-Turbo richtig auf die Mütze bekommen. Zurecht? Vielleicht. Um Geschwindigkeit geht es dabei bestimmt nicht, eher um den Mangel an Charakter und Klang. Ob das jetzt beim neuen 718 Cayman/Boxster besser wird?

Moderater Leistungssprung
Erfahrene Porschonauten wissen: Wo GTS draufsteht, ist bei Porsche meist das beste Paket drin. Die feinsten Performance-Teile aus dem Baureihen-Regal, aber deutlich günstiger und alltagstauglicher als die radikalen GT-Modelle. Jetzt ist auch bei den ungeliebten 718er-Zwillingen GTS-Alarm. Wie Sie sich vermutlich denken konnten, bleibt es auch hier bei vier Töpfen. Der 2,5-Liter-Boxer bringt es dank eines neu entwickelten Ansaugtrakts und eines optimierten Turbos nun auf 365 PS und 430 Newtonmeter. Das Leistungsplus fällt mit 15 PS und zehn Newtonmeter eher bescheiden aus, allerdings ging es bei GTS-Modellen nie wirklich um hausgroße Kraftsprünge.

0-100 km/h in 4,1 Sekunden
Porsche verweist also lieber darauf, dass die 718er-GTS-Modelle um 35 PS besser im Futter stehen als die alten GTS mit B6-Saugmotor. Diese waren – zumindest bis man uns mit dem Cayman GT4 völlig versaute – so ziemlich das beste, was man von einem Mittelmotor-Sportler erwarten kann. Deutlich schneller sind aber trotzdem die neuen 718er-GTS-Twins. Und zwar unabhängig davon, ob Sie sich für den Sechsgang-Handschalter oder das optionale Siebengang-PDK entscheiden. Im Bestfall, also mit Doppelkupplung und Launch Control, sprinten sowohl der Roadster als auch das Coupé in 4,1 Sekunden von 0-100 km/h, eine Zehntel schneller als Boxster/Cayman S. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mit 290 km/h genau fünf km/h über der S-Marke.

Viele Fahrdynamik-Schmankerl
Wie erwähnt, sind Beschleunigungsorgien in einem GTS eher zweitrangig. Es geht ums Fahrgefühl, ums Handling. Daher kriegen Boxster und Cayman GTS ab Werk das adaptive PASM-Fahrwerk mit Zehn-Millimeter-Tieferlegung, Porsches Sport-Chrono-Paket (Fahrmodi und schicke Uhr auf der Mittelkonsole) sowie das Porsche Torque Vectoring (PTV) mit mechanischer Hinterachsquersperre. Und damit sich der performanceorientierte Kunde bei all dem fahrdynamischen Wahnsinn auch noch optisch differenziert, gibt es das übliche GTS-Makeover mit adretter anzusehenden Schürzen sowie mehr Schwarz an Leuchten, Rädern (20 Zoll) und allen möglichen Schriftzügen. Die Endrohre der neuen Sportauspuffanlage sind ebenfalls schwarz. Ob selbige deshalb attraktivere Klänge entlässt, müssen wir abwarten. Innen gibt es elektrisch verstellbare Sportsitze sowie einen massiv erhöhten Alcantara-Anteil. Außerdem dabei: Porsches irre gute Track Precision App, mit der man wunderbar vor den Freunden angeben kann. Oder sich komplett lächerlich machen, denn die aufgezeichneten Rennstrecken-Daten entlarven jedes noch so kleine Defizit.

11.000 Euro teurer
Preise? Der Cayman GTS startet bei 76.137 Euro, der Boxster GTS bei 78.160 Euro. Der Aufpreis von nahezu 11.000 Euro gegenüber den S-Modellen klingt beängstigend, wird aber von den Zusatzausstattungen mehr als kompensiert. Bestellbar sind Porsche 718 Cayman und Boxster GTS ab sofort. Ausgeliefert wird ab Mitte Dezember 2017.
(sw)

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