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Neuauflage des Porsche 911 GT3 steht in Genf Super-Sauger

Genf (Schweiz), 5. März 2013
Mal ganz ehrlich: Die schönsten Geschenke sind immer noch die, die man sich selbst macht. So denkt auch Porsche und gönnt sich zum 50. Geburtstag der Elfer-Reihe den neuen 911 GT3. Nach 14.145 produzierten GT3-Modellen seit 1999 übernimmt auf dem Genfer Automobilsalon (7. bis 17. März 2013) die fünfte Generation das Zepter. Kein Porsche-Sportwagen mit Saugmotor ist stärker. Das unterscheidet übrigens den GT3 von seinem GT2-Bruder, der auf dem 911 Turbo basiert.

Gleiche Basis, andere Auslegung
Bereits der Antriebsstrang beeindruckt: Der 3,8-Liter-Boxermotor entwickelt 475 PS bei 8.250 Umdrehungen. Zum Vergleich: Bislang ist bei den 400 PS im 911 Carrera S das Ende der Fahnenstange erreicht. Im 911 GT3 wird die Kraft über ein Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder übertragen. Da wir gerade den Carrera S erwähnten: Der Sechszylinder im GT3 basiert zwar auf diesem, beide haben aber nur wenige Gleichteile. Insbesondere der Kurbel- und Ventiltrieb wurden speziell angepasst, hinzu kommen Titanpleuel und geschmiedete Kolben. Auch das Getriebe wurde eigens für den GT3 entwickelt und soll sich an einem sequenziellen Schaltgetriebe aus dem Rennsport orientieren. Beim Gangwechsel sind laut Porsche Reaktionszeiten von unter 100 Millisekunden möglich. Zieht der Fahrer an beiden Schaltpaddles gleichzeitig, wird ausgekuppelt. Insgesamt wurde das Getriebe im Vergleich zu den normalen Elfern kürzer übersetzt, hinzu kommt eine um 15 Prozent kürzere Hinterachsübersetzung.

Tiefer und breiter
Im Vergleich zu den zivilen 911-Brüdern hat Porsche den GT3 um 30 Millimeter tiefer gelegt. Breiter wurden die Reifen an der Vorderachse, hier rollen 245er-Gummis auf 20-Zoll-Felgen. Auf die 20-Zöller an der Hinterachse werden 305er-Schlappen gezogen. Zu den optischen Erkennungsmerkmalen des neuen 911 GT3 gehören Voll-LED-Scheinwerfer und ein um 44 Millimeter breiteres Heck gegenüber dem 911 Carrera S samt großem, feststehendem Heckflügel. Das Leergewicht des 911 GT3 beträgt 1.430 Kilogramm.

Für Autobahn und Nordschleife
Das Gesamtpaket sorgt für starke Fahrleistungen. In 3,5 Sekunden passiert der Porsche 911 GT3 die 100-km/h-Marke, in weniger als zwölf Sekunden rast die Nadel über die 200. Maximal sind 315 km/h drin. Soweit die Theorie, Freunde des Hauses Porsche dürfte ein anderer Wert mehr interessieren. In unter 7:30 Minuten bewältigt der neue 911 GT3 die Nordschleife des Nürburgrings. Nebenbei: Rund 80 Prozent aller 911 GT3 werden auf Rennstrecken gefahren. Für diesen Zweck bietet Porsche den GT3 in einer 460 PS starken Cup-Version an, die nochmals gut 250 Kilogramm leichter ist. Der konventionelle GT3 steht ab August 2013 beim Händler, den Preis gibt Porsche mit 137.303 Euro an.
(rh)

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