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Porsche GT3 RS als Tracktool von Kaege Viel Liebe für den „alten“ RS

Stetten, 15. Februar 2016
Klar, der Porsche 991 GT3 RS hat die Messlatte sehr hoch gelegt und seine Vorgänger allesamt – was die Rundenzeit angeht – deutlich abgehängt. Kein Grund allerdings, nicht trotzdem nach den "alten" Modellen mit Handschaltung Ausschau zu halten. Warum, das zeigt die Firma Kaege aus Stetten, die einen 997 GT3 RS zu einem schnellen und wunderschönen Tracktool umgebaut hat.

Mehr Power und mehr Sound
Die Basis für den Umbau ist ein froschgrüner 997 GT3 RS mit Clubsportpaket. Ursprünglich leistet der 3,6-Liter-Boxer 415 PS. Die Kaege-Mannschaft kitzelt dank einer M+M-Abgasanlage mit Fächerkrümmer, einer Carbon-Airbox und einer elektrischen Servopumpe satte 25 Mehr-PS aus dem Sauger heraus. Auspuff und Airbox sorgen darüber hinaus für einen wundervollen Sound. Außerdem sind ein anderer Luftfilter und eine Sportkupplung von Sachs verbaut. Ein "CAE-Shifter" verkürzt sowohl die Schaltwege als auch den Weg zwischen Schalthebel und Lenkrad.

Rennsportteile im GT3 RS
Der rennstreckentaugliche Elfer rollt auf BBS-Felgen mit goldenem Stern, auf die Michelin-Semislicks montiert sind. Die Rennsportfelgen drücken das Fahrzeuggewicht um ganze neun Kilogramm – gerade bei den ungefederten Massen ein enormer Vorteil. Um ein Gefühl für die Dimensionierung zu bekommen, kann man folgende Faustregel anwenden: Ein Kilogramm ungefederte Masse wirkt auf das Fahrverhalten wie sieben Kilogramm gefederte Masse. Das Porsche-Fahrwerk wurde durch ein KW-Competition aus Alu ersetzt, bei dem alle Querlenker und Spurstangen in Uniball gelagert sind. Eine Leichtbau-Batterie von Liteblox, der Wegfall der Navieinheit und ein geänderter Prallschutz lassen den GT3 RS 35 Kilogramm abspecken.

Der Innenraum ist funktional und schön
Der Innenraum, der beim GT3 RS dank Clubsportpaket schon serienmäßig mit Schalensitzen, Hosenträgergurten und Überrollkäfig ausgestattet ist, musste für das perfekte Bild nur noch leicht modifiziert werden. So wurden Mittelkonsole und Käfig in der Außenfarbe lackiert und die Sitze mit einem Retro-Karomuster bezogen. Das Lenkrad wurde gegen ein Exemplar aus dem limitierten GT3 RS 4.0 getauscht. Außerdem legt Kaege noch eine Reise- und Helmtasche obendrauf – ebenfalls im gelb-schwarzen Karomuster.

Es geht noch weiter
Mit dem umfangreichen Umbau ist allerdings noch immer nicht Schluss. Noch 2016 soll der 3,6-Liter-Boxer auf 4,3 Liter aufgebohrt werden und dann stramme 520 PS leisten.
(mf)

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