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Winter und Autobatterie: Keine gute Kombination Keine leeren Batterien im Winter

Haar, 3. Januar 2017
Kennen Sie das? In der Garage türmt sich noch das Altpapier von den Weihnachtsgeschenken und das Auto muss mal wieder unter der Laterne an der Straße parken? Dann kennen Sie wahrscheinlich auch das Problem mit winterlichen Temperaturen, Kaltstarts, leeren Batterien und dem ganzen Ärger, der sich dann ansammelt. Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie im Winter das Beste aus Ihrer Autobatterie holen.

Anstrengender Prozess
Das Problem sieht wie folgt aus: Durch die niedrigen Außentemperaturen sind Schmierstoffe wie zum Beispiel das Motoröl noch zähflüssiger als sonst. Daher muss der Anlasser auch mehr Kraft aufwenden, um den Motor in Gang zu bringen. Kalte Temperaturen machen zusätzlich der Batterie zu schaffen, da die Kälte die chemischen Prozesse im Inneren der Akkus verlangsamt. Wenn die Autobatterie nun ohnehin schon nicht mehr die Neuste ist und Kraft verliert, sind Probleme beim Starten vorprogrammiert. Doch was tun?

Verbraucher? Aus!
Besonders wichtig ist es, im Winter geliebte Verbraucher wie Sitzheizung, Klimaanlage, beheizte Heckscheibe und Scheinwerfer erst einmal auszuschalten, bis der Motor läuft. Die Luxus-Verbraucher strapazieren die Batterie in höchstem Maße und nehmen viel Kraft in Anspruch, der dann beim Motorstart fehlt. Besonders negativ wirken sich auch Kurzstreckenfahrten auf die Lebensdauer der Batterie aus. Wenn diese nach der kraftraubenden Startprozedur nicht genügend Zeit hat, sich wieder aufzuladen, sinkt der Akkustand nach und nach auf eine kritische Stufe. Daher sollten beispielsweise die beheizte Heckscheibe, die Klimaanlage oder die Sitzheizung ausgeschaltet oder heruntergeregelt werden, sobald die Sicht frei und eine angenehme Temperatur erreicht ist.

Batterie-Check
Auch sollten Sie ein Gefühl dafür entwickeln, ob die Batterie schon bei milderen Außentemperaturen Probleme hat, das Auto zu starten. Dann steht im Winter wahrscheinlich ein größeres Problem an. Dagegen kann helfen, die Batterie an ein Ladegerät zu hängen. Bei zu alten oder tiefenentladenen Akkus hilft allerdings nur noch ein Austausch. Schwächelnde Batterien können in der Werkstatt überprüft werden.

Starthilfe richtig anwenden
Sollten trotzdem ein mal alle Stricke reißen und die Batterie Sie im Regen – oder gar im Schnee – stehen lassen, kann mit einer Starthilfe der Tag gerettet werden. Wichtig dabei: Plus- und Minuspol nicht verwechseln. Zu erst werden die beiden Pluspole mit dem roten Kabel verbunden, bevor der Minuspol des Stromspenders mit dem schwarzen Kabel an den Motorblock des Pannenfahrzeugs geklemmt wird. Dann startet der Spender den Motor und anschließend kann auch das Triebwerk des energiearmen Autos angelassen werden. Zum Schluss müssen die Kabel wieder entfernt werden: zu erst das schwarze, dann das rote. Um die Batterie nun wieder zu laden, ist eine längere Fahrt von mindestens einer halben Stunde empfohlen. Kommen Sie gut durch den Winter!
(fg)

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