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Rinspeed stellt neue Studie „microMAX“ vor Die Zukunft des Nahverkehrs?

Zumikon (Schweiz), 20. Februar 2013
Seit 1991 ist es bei Rinspeed Brauch, pro Jahr mindestens eine außergewöhnliche Idee auf die Räder zu stellen. Auf dem Genfer Automobilsalon 2013 (7. bis 17. März) ist die neueste Studie "microMAX" zu sehen. Mit ihr möchte Firmengründer Frank M. Rinderknecht den Nahverkehr revolutionieren.

Kaffeemaschine und Kühlschrank mit an Bord
Auf einer Länge von 3,60 Meter, das sind nur rund sechs Zentimeter mehr als bei einem VW Up, finden neben dem Fahrer drei Mitfahrer plus Kinder- oder Handwagen Platz. Die Fahrzeughöhe von 2,20 Meter ermöglicht platzsparende Stehsitze, die mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind. Eine Kaffeemaschine, ein Kühlschrank und ein 19-Zoll-Touchscreen sind mit an Bord.

Das Auto zur App
Die Vision Rinderknechts sieht vor, dass alle microMAX-Fahrzeuge über eine spezielle Cloud-Plattform stets miteinander vernetzt sind. Potenzielle Mitfahrer können über eine Handy-App ihr Fahrtziel eingeben, das System errechnet in Echtzeit mögliche Mitfahrgelegenheiten. So soll ein flexibles Verkehrssystem sowohl für Privatpersonen, als auch als Geschäftsmodell entstehen. So praktisch dieses Konzept auch klingt, so unheimlich klingt ein anderer Teil der Vision. Mittels NFC-Technologie (Near Field Communication) lassen sich sowohl Fahrer als auch Fahrgäste leicht identifizieren. Außerdem soll diese Lösung Zugriff auf persönliche Daten, Community-Profile und Abrechnungssysteme ermöglichen.

Rein elektrischer Antrieb
Die Studie fährt rein elektrisch. Es soll eine Variante mit Radnabenmotor und eine zweite Version mit zentral verbautem Antrieb geben. Durch unterschiedliche Ausstattungsmodule lässt sich das skurrile Gefährt auch für Handwerker oder als Lieferwagen nutzen.

Serienfertigung binnen 30 Monaten möglich
Eine Serienfertigung des "microMAX" mit der dazugehörigen Infrastruktur ist nicht geplant. Dennoch hat eine Unternehmensberatung berechnet, dass die Serienfertigung in 30 Monaten beginnen könnte. Je nach Ausstattung wären Preise zwischen 5.000 und 10.000 Euro denkbar.

Bizarre Studien haben Tradition
2012 zeigte Rinspeed in Genf den "Dock+Go", einen Elektro-Smart mit einer Art Rucksacklösung für höhere Reichweite und mehr Stauraum. 2008 sorgte der sQuba für Aufsehen und weckte Erinnerungen an James Bond. Der sQuba soll völlig autonom auf der Straße fahren können, also sogar gänzlich ohne Insassen. Darüber hinaus kann er sich als amphibisches Fahrzeug fortbewegen und in Wassertiefen von bis zu zehn Meter hinabtauchen. Zu den weiteren Konzepten aus den vergangenen Jahren gehören unter anderem ein Roadster mit durchsichtiger Kunststoff-Karosserie und ein Sportwagen, der mit Energie aus Grünabfällen fährt. In unserer Bildergalerie zeigen wir die kuriosen Gefährte von Rinspeed.
(ts)

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