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Rolls-Royce Wraith Gran Turismo für Gentlemen

Genf (Schweiz), 6. März 2013
"Mit der Enthüllung des neuen Wraith präsentieren wir das kühnste Design, die dynamischste Performance und die höchste Motorleistung, die je ein Rolls-Royce mit der berühmten Spirit of Ecstasy besaß." Marken-Chef Torsten Müller Ötvös scheut vor Superlativen nicht zurück, wenn er von dem neuen Modell spricht, das nun auf dem Genfer Autosalon (7. bis 17. März 2013) Premiere feiert.

Ein Gespenst mit 632 PS
Das englische Wort Wraith bedeutet Geist oder Gespenst – das passt gut zu den übrigen Modellnamen wie Ghost und Phantom. Ende der 30er-Jahre gab es schon einmal ein Modell dieses Namens. Es besaß einen 4,3-Liter-Reihensechszylinder und eine Viergang-Schaltung. Hier hat sich einiges geändert: Die neue Version wird von einem V12-Twinturbo mit 632 PS und einem maximalen Drehmoment von 800 Newtonmeter angetrieben. Für die Kraftübertragung sorgt eine Achtgang-Automatik von ZF. So ausgestattet, beschleunigt der 2,35 Tonnen schwere Wagen in sportlichen 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt. Bei dem hohen Gewicht und der großzügigen Motorisierung muss man einen Normverbrauch von 14,0 Liter in Kauf nehmen – in der Stadt werden daraus über 20 Liter je 100 Kilometer.

Kleiner und stärker als der Phantom
Der Wraith ist mit 5,27 Meter deutlich kürzer als der Ghost und erst recht als der Phantom. Doch die Motorleistung ist mit 632 PS viel größer als beim 460 PS starken Phantom oder beim Ghost mit seinen 570 PS. Kleiner und stärker heißt sportlicher, und so will der Hersteller den Wagen als Gran Turismo für Gentlemen verstanden wissen. Von der Karosserie her unterscheidet sich das Auto durch das Fließheck von den Markenbrüdern. Rolls-Royce benutzt den englischen Begriff Fastback und erinnert an die Epoche des Stromliniendesigns in den 30er-Jahren. Die beiden Türen sind hinten angeschlagen und öffnen sich als Selbstmörder-Türen entgegen der Fahrtrichtung. Das soll den Einstieg erleichtern. Geschlossen werden sie elektrisch per Knopfdruck.



Vorausschauendes Getriebe
Eine technische Besonderheit ist das so genannte satellitenunterstützte Getriebe (SAT). Mithilfe von GPS-Daten soll es automatisch den richtigen Gang für die vorausliegende Strecke wählen. Unnötige Gangwechsel werden dadurch vermieden. Stehen zum Beispiel Kurven bevor, wird der optimale Gang für kraftvolles Herausbeschleunigen aus den Biegungen gewählt. Für scharfe Kurven besitzt der Wraith eine Wankstabilisierung. Eine Luftfederung mit elektronischer Dämpferanpassung sorgt für den Fahrkomfort.

Sterne aus Fiberglas
Ansonsten bietet das Auto Platz für vier Passagiere in noblem Ambiente. So kann man hier das Ergebnis einer speziellen Edelholzbehandlung bewundern. Das "Canadel Panelling" soll das Gefühl wecken, an Bord einer edlen Luxusjacht zu sein. Sportliche Optik findet man nur in Details. So hat der Tacho-Zeiger eine rote Spitze. Der Fahrzeughimmel enthält auf Wunsch über 1.000 "Sterne" aus leuchtendem Fiberglas, die von Hand in die Lederbespannung eingearbeitet werden. Ablagefächer für zwei iPads vergrößern den Komfort für die Fondpassagiere. Auch sonst ist "mühelose Connectivity" für einen Rolls-Royce des 21. Jahrhunderts wichtig. So kann man mit einer speziellen App zum Beispiel das Navigationsziel per Smartphone festlegen und an das Fahrzeug senden.
(sl)

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