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Hier kommt der „Yellow Bird“ 2.0 Ruf CTR: Das Genf-Highlight

Genf, 10. März 2017
Zwar feiern auf dem Genfer Autosalon 2017 (9. bis 19. März) große Marken wie Porsche, Lamborghini und McLaren die Debüts ihrer neuen Sportwagen, der heimliche Star war aber das neueste Modell einer kleinen Manufaktur aus dem bayrischen Pfaffenhofen. Mit dem neuen CTR präsentiert das Team rund um Alois Ruf in Genf ein ganz besonderes Fahrzeug – in jeder Hinsicht.

Völlige Neuentwicklung
Der Ruf CTR sieht zwar auf den ersten Blick aus wie ein Porsche 911 Turbo der ersten Generation mit zeitgemäßem 80er-Jahre-Tuning, ist allerdings eine komplette Neuentwicklung aus dem Hause Ruf. Klar, die optische Ähnlichkeit mit dem legendären "Yellow Bird", der 2017 bereits 30 Jahre alt wird, ist mehr als nur gewollt. Aber: Der Ruf CTR ist anders, ganz anders. Eine Carbon-Karosserie sitzt auf einem selbst konstruierten Kohlefaser-Chassis mit integriertem Überrollkäfig, eine Pushrod-Aufhängung mit Doppelquerlenkern sorgt für guten Bodenkontakt und geschmiedete 19-Zoll-Alufelgen füllen die breiten Radhäuser aus. Ein Oldtimer? Keinesfalls.

710 PS aus sechs Zylindern
Im Heck des CTR sitzt – wie es sich für einen "Porsche" gehört – ein wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Dank doppelter Turboaufladung holt Ruf 710 PS und 880 Newtonmeter aus dem Triebwerk. Das reicht für einen 0-100-Wert von nur 3,5 Sekunden – handgeschaltet! Die Höchstgeschwindigkeit ist noch beeindruckender: Über 360 km/h sollen mit dem CTR möglich sein. Das flache und kompakte Boxer-Aggregat ist darüber hinaus auch sehr leicht und trägt zu dem extrem geringen Leergewicht von nur 1.200 Kilogramm bei. Eine Trockensumpf-Schmierung sorgt auch in schnellen Kurven für eine ausreichende Ölversorgung.

Alcantara-Schrein im Cockpit
Schreit das Exterieur des CTR schon sehr laut nach den 80er-Jahren, wird das im Innenraum noch übertroffen. Das Cockpit ist ein Schrein aus Alcantara und Carbon. Zwei Schalensitze halten die Passagiere im Zaum, ein kleines Sportlenkrad und ein kurzer Schaltknauf komplettieren mit den drei gelochten Alu-Pedalen alle nötigen Fahrbefehl-Eingabemittel. Hinter dem Volant blickt der Fahrer auf analoge Rundinstrumente, moderne Displays sucht man vergeblich.

Limitierte Kleinserie
Wer jetzt befürchtet, der CTR könnte ein Einzelstück bleiben, der irrt. Ab dem Jahr 2018 plant das Unternehmen eine Kleinserie von 30 Exemplaren – das Ausstellungsstück von Genf nicht eingeschlossen. Der CTR soll 900.000 Euro kosten, allerdings sind auch bereits alle 30 Fahrzeuge vergeben. Schade eigentlich.
(mf)

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