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Techno Classica 2017: 185.000 Besucher an fünf Tagen Die IAA für Oldtimer-Fans

Essen, 10. April 2017
Rund 1.250 Aussteller, mehr als 200 Clubs und 2.700 Fahrzeuge im Verkaufsangebot: Die Techno Classica hat auch 2017 ihre Stellung als weltweite Nummer Eins der Oldtimermessen behaupten können. An insgesamt fünf Tagen füllten über 185.000 Besucher die Messehallen in Essen.

Zwischen Klassik und Moderne
Ein Trend, der sich zunehmend verfestigt, ist die Beteiligung der großen Automobilfirmen, die sich mit eigenen Ständen präsentieren. Insgesamt 27 Klassik-Abteilungen buhlten um die Gunst der Besucher, die aus 81 Nationen nach Essen strömten. Jaguar Land Rover enthüllte konkrete Pläne für ein neues Deutschland-Klassikzentrum, welches seinen Sitz in Essen haben soll. Weil die Techno Classica die erste große Automesse des Jahres auf deutschem Boden ist, nutzten viele Hersteller sie zu einem Brückenschlag in die Moderne. So etwa Opel, wo der neue Insignia in einer Traditionslinie mit Kapitän, Admiral und Diplomat präsentiert wurde. Man kann also sagen: Ein Hauch IAA in Essen.

Promis und Pininfarina
Sonderschauen befassten sich mit der Geschichte des Elektroautos, Rennfahrzeugen der 1950er-Jahre und Heidi Hetzer. Letztere kehrte kurz vor der Techno Classica von einer 960 Tage währenden Weltumrundung in einem Hudson von 1927 zurück. Darüber hinaus frönten Prominente wie Fernsehkoch Horst Lichter oder Musiklegende Peter Kraus ihrem Hobby. Ein Concours d`Elegance verwöhnte die Augen der Oldtimer-Fans mit seltenen Fahrzeugen, der Titel des "Best of Show" ging an einen Alfa Romeo 3000 Superflow IV mit Pininfarina-Karosserie von 1960.

Modelle für Millionen
Besagter Alfa Romeo war eines von 2.700 Fahrzeugen, die auf der Techno Classica zum Verkauf standen. In diesem Bereich wurde beobachtet, ob die Preise für Oldtimer weiter exorbitant steigen oder sich beruhigen. Letzteres ist der Fall, Experten sprechen von mehr Berechenbarkeit. Indes: Für besondere Klassiker wird nach wie vor tief in die Tasche gegriffen. Sowohl ein Fiat 8V mit Vignale-Karosserie von 1953 als auch ein Bugatti 57 SC Gangloff aus dem Jahr 1938 erzielten Preise im Millionen-Bereich. Schon eine Stunde nach Messeeröffnung wechselte ein BMW Z1 Alpina für 165.000 Euro den Besitzer. Nur rund 40 Prozent der auf der Techno Classica angebotenen Old- und Youngtimer wurden verkauft, auch das ein Zeichen dafür, dass inzwischen nicht mehr jeder Preis gezahlt wird.
(rh)

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