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Tokyo Motor Show 2017: Concept i-Ride und i-Walk Toyotas kleine Helfer

Toyota City (Japan), 16. Oktober 2017
Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Praktisch jeder größere Autohersteller macht sich darüber Gedanken. Auf der Tokyo Motor Show 2017 (28. Oktober bis 5. November) zeigt Toyota seine Ideen zum Thema.

Im Zeichen des I
Bereits auf der Elektronikmesse CES, die Anfang 2017 in Las Vegas stattfand, hatte Toyota das vierradgetriebene Concept-i vorgestellt. Kernstück der Studie war ein System mit einer starken künstlichen (respektive artifiziellen) Intelligenz. Sie soll die Gefühle und Präferenzen des Fahrers verstehen und das autonome Fahren darauf anpassen. Neu im Bunde ist jetzt das Concept i-Ride, ein laut Hersteller "universelles, kleines Fahrzeug", mit dem man besonders Rollstuhlfahrer und ältere Personen im Blick hat.

Mobilität im Alter: Concept i-Ride
Klingt nach Nische? Nicht unbedingt, wenn man sich die demographische Entwicklung Japans vor Augen hält. Bis 2030 wird gut ein Viertel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Viele dieser Menschen leben nicht in den Städten, womit das Toyota Concept i-Ride ins Spiel kommt. Mit nur 2,50 Meter ist die Studie so lang wie der erste Smart Fortwo, der Radstand des Toyota beträgt 1,80 Meter. Zwei Personen passen hinein, primär hat man aber den Fahrer im Blick. Er sitzt zentral vor einem großen Display und steuert den Wagen ausschließlich per Joystick. So können auch Personen mit körperlichen Einschränkungen das Kommando übernehmen. Flügeltüren und ein elektrisch Richtung Tür fahrender Sitz erleichtern den Einstieg für Rollstuhlfahrer. Der Rollstuhl als solcher wird in Verbindung mit der Flügeltür ein- und ausgeladen.Der Antrieb des Toyota Concept i-Ride erfolgt elektrisch, die Reichweite wird mit 100 bis 150 Kilometer angegeben.

Fußgänger mit Elektroantrieb: Concept i-Walk
Automatisierte Fahrfunktionen bietet auch das auf den ersten Blick skurril wirkende Concept i-Walk. Es erinnert an einen Segway-Roller, weist aber drei Räder auf. Anders als beim Segway erfolgt die Steuerung nicht durch Gewichtsverlagerung, sondern per Joystick. Gedacht ist die maximal 70 Zentimeter lange und 40 Zentimeter breite Studie für die Fortbewegung auf dem Gehweg. Bei Gefahr wird der Fahrer gewarnt, es folgen automatische Maßnahmen zur Unfallvermeidung. Genutzt werden könnte das Elektrovehikel mit maximal 20 Kilometer Reichweite laut Toyota an Sehenswürdigkeiten, aber auch über Sharing-Dienste.
(rh)

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