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VW bringt Passat GT mit Sechszylinder Sport-Passat für die USA

Detroit (USA), 16. Januar 2018
Es ist schon erstaunlich: Einen VW Passat GTI gab es nie. 1979 stand man in Wolfsburg kurz davor, nannte das fertige Fahrzeug mit dem 110-PS-Motor des Golf GTI dann aber Passat GLi. In den letzten Jahrzehnten konnten Passat-Kunden zwar auch die Aggregate des Golf GTI bekommen, doch die berühmte Bezeichnung war tabu. Mehr als eine GT-Ausstattung war nicht drin, später gab es immerhin den R36. Jetzt zeigt die US-Sparte von VW auf der Automesse NAIAS in Detroit (15. bis 28. Januar 2018) ihre GTI-Träume auf Basis des amerikanischen Passat.

Feuchter Ami-Traum?
Indes: Auch dieser Wagen darf (vermutlich auf Geheiß aus Wolfsburg) nur Passat GT heißen. Grundlage ist eine Studie, die VW im Jahr 2016 zeigte und von der es hieß, sie entspreche den Wünschen von Kunden und Händlern. Jetzt kommt eine Serienversion auf Grundlage des US-Passat in R-Line-Ausführung auf den amerikanischen Markt. Die Auflage ist begrenzt, weil der US-Passat schon 2019 einen Nachfolger erhält.

Ein Hauch von GTI
So macht es natürlich Sinn, die Stufenheck-Limousine noch einmal aufzupeppen. Besonders der Wabengrill und der rote Streifen entlang der Frontpartie erinnern an den Golf GTI. Hinzu kommen beim Passat GT serienmäßige LED-Scheinwerfer, ein sportliches Fahrwerk plus 19-Zoll-Felgen mit roten Bremssätteln. Akzente setzen das schwarze Dach, ein schwarzer Heckspoiler und abgedunkelte Rückleuchten. Innen dominiert Klavierlackoptik in Kombination mit Kohlefaser-Imitat.

Strammer Sechszylinder
Beim Antrieb schöpft VW aus dem Vollen und verpasst dem Passat GT einen 3,6-Liter-VR6-Benziner mit 280 PS, 350 Newtonmeter Drehmoment und sechsstufigem DSG. Möglich wird das, weil der US-Passat noch nicht auf dem modularen Querbaukasten basiert. Unser Euro-Passat ist hingegen schon MQB und holt deshalb im Topmodell 280 PS aus einem 2,0-Liter-Vierzylinder. Kenner wissen: Bis 2014 gab es den Drei-Sechser auch bei uns. Im zweiten Quartal 2018 rollt der VW Passat GT in die US-Schauräume. Sein Preis liegt dann ohne Überführung und lokale Steuern bei 29.090 Dollar, umgerechnet rund 23.800 Euro.
(rh)

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