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VW zeigt in Genf die kompakte SUV-Studie T-ROC Kleines T

Wolfsburg, 28. Februar 2014
Über die Verkäufe von Tiguan und Touareg braucht sich VW nicht zu beklagen. Beide Modelle laufen sehr gut. Doch derzeit besteht das SUV-Angebot der Marke nur aus diesen beiden Modellen. Das soll sich ändern, denn die Konkurrenz schläft nicht. Wie ein großes SUV für die USA und China aussehen könnte, zeigte man bereits mit den CrossBlue-Studien, hier wird schon am Serienfahrzeug gearbeitet. Im mittleren Segment gab das VW Cross Coupé einen Ausblick auf den nächsten Tiguan und ganz unten befindet sich der kleine Taigun in der Entwicklungsphase. Um die Nische auszufüllen, die Peugeot 2008, Opel Mokka und Ford Ecosport besetzen, zeigt man jetzt auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März 2014) den T-ROC.

Hier kommt das Golf-SUV
Der T-ROC wird seitens VW als SUV-Studie unterhalb des Tiguan im Golf-Format angekündigt. Im Namen werden felsige Offroad-Pisten ("Rock") und die T-Nomenklatur der VW-SUVs aufgegriffen. Das T spielt aber auch auf die herausnehmbaren Hälften im Mittelteil des Daches, welche auch als "T-Bar" bezeichnet werden. Mit einer Länge von 4,17 Meter ist der T-ROC sieben Zentimeter kürzer als der VW Golf und liegt in etwa auf dem Niveau eines Peugeot 2008. Die Breite beträgt 1,83 Meter, hinzu kommt eine Höhe von 1,50 Meter. Konstruktiv nutzt das Konzeptfahrzeug den bekannten modularen Querbaukasten (MQB). Das Gewicht gibt VW mit 1.420 Kilogramm an, der Radstand beträgt 2,59 Meter. Reines Messe-Lametta sind die mächtigen 19-Zoll-Alus mit 245er-Bereifung.

Im Zeichen der LED
Ein markantes Designmerkmal ist der Kühlergrill mit großen, wabenförmigen Öffnungen. An den Seiten befinden sich LED-Scheinwerfer, auch die Blinker und das Tagfahrlicht arbeiten mit LED-Technik. Unterhalb des Grills liegen große runde Scheinwerfermodule. Sie beinhalten Nebellampen, aber auch schwenkbare Suchscheinwerfer. Mit dabei sind bewegliche Kameras, die im Offroad-Modus das Umgebungsbild nach innen übertragen. So soll der Fahrer Steine und Schlaglöcher umfahren können.

Display total
Das Armaturenbrett ist im T-ROC blaumetallic lackiert. Sowohl die Bedienung als auch die Statusanzeigen und die Klimafunktionen erfolgen in digitaler Form. Ähnlich wie im neuen Audi TT kommt als Kombiinstrument ein 12,3 Zoll großes Farbdisplay zum Einsatz. Je nach Farbmodus ändert es die angezeigten Infos. So ändert sich etwa das km/h-Band im Tacho beim Offroad-Modus von 260 auf 80 km/h. Als Touchscreen für das Infotainment kommt ein Tablet zum Einsatz. Es wird in der Schalttafel arretiert, die oberen zwei Drittel des Displays ragen heraus.

Starker Diesel
Technisch bekommt der T-ROC den Zweiliter-Diesel mit 184 PS aus dem Golf GTD eingepflanzt. Damit schafft die Studie maximal 210 km/h, in 6,9 Sekunden geht es auf Tempo 100. Ab 1.750 Touren stehen 380 Newtonmeter maximales Drehmoment bereit. Im (wahrscheinlichen) Fall einer Serienfertigung des T-ROC dürften auch andere Motoren aus dem Golf zum Einsatz kommen. Die Kraftverteilung bei der Studie übernimmt ein DSG mit sieben Gängen.

Allrad hoch drei
Damit der T-ROC auch im Gelände was packt, ist ein Allradantrieb mit Haldex-Kupplung an Bord. Der Fahrer kann aus drei Fahrmodi wählen: Im Normalmodus schaltet sich Hinterachse nur zu, wenn die Traktion oder die Querbeschleunigung es erfordern. Im Offroad-Modus wird die Kraft gleichmäßig auf beide Achsen verteilt, hinzu kommen unzählige Elektro-Heinzelmännchen. Mit von der Partie sind ein Bergabfahr- und -anfahrassistent, eine Gangvorwahl des DSG und das ABSplus, welches auf losem Untergrund mit einer anderen Pulsfrequenz arbeitet. Schließlich gibt es einen Snow-Modus, bei dem die Kennfelder für Motor und Getriebe der Traktion auf Schnee angepasst werden. Noch einigen Schnee werden wir sicherlich sehen, ehe der T-ROC in Serie geht. Vor 2015 ist mit einem entsprechenden Modell nicht zu rechnen.
(rh)

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