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Neuer Hot-Hatch-Rekord auf der Nordschleife VW schlägt sich selbst am Ring

Nürburgring, 8. Dezember 2016
Was macht man als Hersteller eines sportlichen Kompakten mit Nürburgring-Genen, wenn dir niemand das Wasser reichen kann, Stillstand aber Rückschritt bedeutet und du einen Werksfahrer hast, der sich ohnehin schon langweilt? Richtig: Du setzt dir neue Ziele und schlägst einfach deinen eigenen Rekord. VW hat mit dem Golf GTI Clubsport S erst im April 2016 einen neuen Rekord für frontangetriebene Straßenfahrzeuge in der "Grünen Hölle" aufgestellt und es mangels Konkurrenz im Oktober 2016 einfach erneut versucht – mit Erfolg.

Nochmal zwei Sekunden schneller
Der alte und neue Chef am Ring heißt Benjamin Leuchter und fährt einen VW Golf GTI Clubsport S. Die Rekordzeit von 7:49.21 Minuten, die Leuchter erst im April 2016 in den heiligen Asphalt der Nürburgring-Nordschleife gebrannt hat, ist schon wieder hinfällig. Im Oktober 2016 packte das VW-Team erneut seine Sachen und schlug das Lager in der Eifel auf. Das Motto: "Da muss doch noch mehr gehen". Und es ging mehr. Leuchter prügelte den Clubsport-Golf in einer sehenswerten Gewalt-Runde über den Eifelkurs und kratzte noch rund zwei Sekunden von seinem eigenen Rekord. Die Uhr blieb – dank perfekter Bedingungen mit turbofreundlicher kalter Luft und trockener Strecke – bei 7:47.19 stehen, rund 3,4 Sekunden schneller als der zweitschnellste Hot-Hatch, der Honda Civic Type R. Diese Rundenzeit bannte VW auch auf Video, das nun endlich seinen Weg auf die Youtube-Plattform fand und die Zeit bekannt gibt.

Clubsport-Golf und Top-Kutscher
Der Golf GTI Clubsport S ist zwar schon längst ausverkauft, gehört aber lange noch nicht zum alten Eisen. Mit 310 PS, einer komplett geänderten Vorderachse im Vergleich zum normalen GTI und ohne Rückbank wird der Wolfsburger zur Waffe auf jedem Rundkurs. Rekordfahrer Benjamin Leuchter ist VW-Werkspilot und tritt außer in der TCR-Germany-Rennserie auch in der Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife an – der Strecke, auf der er nun wieder seine Klasse beweisen konnte. Da wird sich Honda mit dem kommenden Civic Type R ordentlich strecken müssen, um diese Rundenzeit schlagen zu können. Und jetzt: Zurücklehnen, den Play-Knopf drücken und 7:47.19 Minuten einfach nur genießen. Aber wie immer gilt: Bitte nicht Zuhause nachmachen!
(mf)



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