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Renault-Nissan vor indirekter Übernahme von Lada

Paris, 3. Mai 2012
Der Renault-Nissan-Konzern und die russische Staatsholding Rostechnologii wollen ihre Anteile an Avtovaz in ein gemeinsames Joint Venture einbringen, das dann 75 Prozent an dem russischen Hersteller kontrolliert. Avtovaz ist Eigentümer der Marke Lada. Ein entsprechendes, allerdings nicht bindendes Übereinkommen wurde nun in Paris unterzeichnet.

Bereits 2008 hatte Renault 25 Prozent von Avtovaz gekauft und so eine Sperrminorität erworben. Nissan war bisher nicht an Avtovaz beteiligt. Ein weiterer Großaktionär ist Rostechnologii, ein Staatsunternehmen, das mehrere hundert russische Betriebe kontrolliert, vor allem Rüstungsfirmen. Weitere Avtovaz-Anteile gehören Troika Dialog. Diese sollen bis 2014 ebenfalls von dem Joint Venture übernommen werden.

Renault-Nissan will etwa 750 Millionen US-Dollar in das Joint Venture investieren, womit dem Konzern bis Mitte 2014 etwa 67 Prozent der Firma gehören werden. Rostechnologii will die Last des Schuldenbergs mildern, den Avtovaz gegenüber der Holding aufgehäuft hat. Etwa 238 Millionen US-Dollar sollen durch den geplanten Verkauf von Avtovaz-Teilen zusammenkommen. Der Rest von etwa 1,56 Milliarden US-Dollar Schulden von Avtovaz gegenüber Rostechnologii wird deutlich über die jetzige Fälligkeit hinaus verlängert. So soll die Avtovaz-Bilanz wieder auf starke Füße gestellt und für ausreichend Liquidität gesorgt werden.
Außerdem wollen Renault, Nissan und Lada wichtige Lada-Modelle überarbeiten und neue Fahrzeuge der drei Marken in Russland einführen. Der gesamte russische Automarkt umfasste im Jahr 2011 rund 2,7 Millionen Fahrzeuge. Die Marken Renault, Nissan und Lada kamen im selben Jahr in Russland auf knapp 900.000 Stück.
(sl)

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