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Die Sportwagen-Marke macht ihr erstes SUV startklar Erwischt: Lamborghini Urus

Haar, 18. Mai 2017
Nichts ist unmöglich: Der alte Toyota-Werbeslogan trifft die aktuelle Weltlage auf den Punkt. Donald Trump ist US-Präsident, Großbritannien verlässt die EU und RB Leipzig erreicht die Champions League. Auch im Autobereich bleibt kein Stein auf dem anderen: Traditionsmarken wie Alfa Romeo, Bentley oder Rolls-Royce springen auf den SUV-Zug auf. Selbst das Undenkbare wird bald Wirklichkeit: Lamborghini baut ein SUV. Jetzt zeigen neue Erlkönigbilder, was uns 2018 erwartet.

Sportliche Optik
Der erste Viertürer der Marke wird das "Urus" getaufte Fahrzeug nicht sein, denn in den 1980er-Jahren gab es einen monströsen Geländewagen namens LM 002 von Lamborghini. Doch während dieser eher ein Abfallprodukt aus einem Militärauftrag war, ist der Urus von langer Hand für ein ziviles Luxuspublikum geplant. Bereits 2013 zeigten die Italiener auf der Messe in Peking eine seriennahe Studie. An ihrem Design orientiert sich auch das fertige Produkt, wie der Erlkönig zeigt. Schmale Leuchten, sehr große Räder und eine Dachlinie im Stil des BMW X6 zeichnen den Urus aus.

Urus als Stückzahlen-Doping
Natürlich war der seinerzeitige Premierenort für die Urus-Studie geschickt gewählt. Besonders die Chinesen dürften einen familientauglichen Lamborghini mit leichten Offroad-Qualitäten mit offenen Armen empfangen. Deshalb wird mächtig für die dritte Baureihe geplant: 320 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, das Produktionsvolumen soll rund 3.000 Fahrzeuge jährlich betragen. Zum Vergleich: 2016 verkaufte Lamborghini insgesamt 3.457 Autos.

Leistung? Über 600 PS
Was lässt sich aus technischer Sicht zum Lamborghini Urus sagen? Firmenchef Stefano Domenicali meint: "Mit dem Urus kann nun auch ein Lamborghini als Erstwagen im Haushalt genutzt werden." Die Rede ist von einem variablen Gepäckraum und einer variablen Bodenfreiheit, was auf eine Luftfederung hindeutet. Um den sportlichen Erwartungen der Kundschaft gerecht zu werden, dürfte der 5,2-Liter-V10 mit 610 PS aus dem Huracán unter die Haube wandern. Hinzu kommen Leichtbau-Maßnahmen. Sollten Wünsche nach aufgeladenen V8-Benzinern, Dieselmotoren oder einem Plug-in-Hybrid aufkommen, könnte Lamborghini in die Regale von Audi und Porsche greifen. Angesichts der niedrigen jährlichen Urus-Stückzahlen erscheint das aber eher unwahrscheinlich.
(rh)

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