zaehlpixel

Das große SUV aus Zuffenhausen bleibt sich treu Erwischt: Porsche Cayenne

Haar, 8. Februar 2017
Es gibt bisweilen gute Sätze in der englischen Sprache. Einer von ihnen ist "Never change a winning team". Soll heißen: Warum eine bewährte Mannschaft, ein beliebtes Gericht oder ein erfolgreiches Auto komplett umkrempeln? VW macht es seit Jahrzehnten mit dem Golf vor und auch Porsche verfährt ähnlich beim 911. Künftig gilt diese Devise auch für den Cayenne. Jüngste Erlkönigbilder zeigen, dass die nächste Generation eine behutsame Weiterentwicklung darstellt.

Ein Spoiler im Spoiler
Porsche hat es beim neuen Panamera vorgemacht: Kritikpunkte wurden entschärft und trotzdem ist der Wiedererkennungswert hoch. Im Fall des Cayenne wird es ähnlich sein. Trotz Tarnung zeigt der Erlkönig etwas schmalere Außenspiegelfüße, eine etwas längere und flachere Frontpartie. Alles indes sehr maßvoll, sodass sich Liebhaber zur Unterscheidung besser dem Heck zuwenden sollten. Dort verschwinden die unharmonisch wirkenden Rückleuchten zugunsten eines schmalen LED-Bandes im Stil des Panamera. Auffallend ist das ausfahrbare Flügelelement im Dachspoiler. Innen erwarten wir ein Cockpit nach Art des Panamera, großer Bildschirm inklusive.

Mehr Radstand, weniger Gewicht
Bislang ist der Cayenne 4,85 Meter lang und weist einen Radstand von 2,89 Meter auf. Da auch die Karosserie des Nachfolgers in Bratislava gemeinsam mit den Rohbauten des Audi Q7, des Bentley Bentayga und des kommenden VW Touareg vom Band laufen, wächst der Radstand. Alle genannten Fahrzeuge nutzen künftig die gewichtsoptimierte MLB-Evo-Plattform des Volkswagen-Konzerns für Fahrzeuge mit Längsmotor. Der 2010 vorgestellte aktuelle Cayenne war noch eine Eigenentwicklung von Porsche. In Zahlen bedeutet das für seinen Nachfolger: 2,99 Meter Radstand und eine Länge von rund 4,95 Meter. Dadurch kann sich das kommende Modell deutlicher vom rund 4,70 Meter langen Macan abgrenzen.

Premiere im September 2017
Bei den Motoren wird Porsche ebenfalls nicht mit der Axt durch den Wald gehen. Die Benziner dürften auch künftig von 420 PS (Cayenne S) bis 570 PS (Cayenne Turbo S) reichen, maximal ist ein Plus von fünf PS einzuplanen. Hinzu kommt der Plug-in-Hybrid mit 416 PS Systemleistung. Parallel zum Audi Q7 werden aber die Diesel stärker: 272 und 435 PS statt bisher 262 und 385 PS lautet hier die Devise. Offiziell vorgestellt wird der nächste Porsche Cayenne Mitte September 2017 auf der Automobilmesse IAA in Frankfurt.
(rh)

Zur Bildergalerie (10 Bilder)

Gut informiert mit AutoNEWS: Hier geht es mit einem Klick zum kostenlosen Newsletter

blog comments powered by Disqus